Bund will im Jahr 2010 eine Umweltetikette einführen
publiziert: Sonntag, 22. Jul 2007 / 14:32 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 22. Jul 2007 / 14:55 Uhr

Bern - Der Bund will auf das Jahr 2010 die Energieetikette für Autos zu einer Umweltetikette weiterentwickeln. Das Ziel: Umweltfreundliche Fahrzeuge sollen künftig tiefer besteuert werden als Dreckschleudern. Kriterien für die Etikette sind nun in einer Testphase.

«Dreckschleudern» sollen ab 2010 höher besteuert werden.
«Dreckschleudern» sollen ab 2010 höher besteuert werden.
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Der Kriterienkatalog umfasst die Aspekte Klima, Luftschadstoffe, Lärm und Treibstoffherstellung. Das geht aus einer im Internet veröffentlichten Mitteilung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) hervor, aus der die «NZZ am Sonntag» zitierte. Die Emissionen werden unabhängig von Fahrzeuggrösse oder -gewicht bewertet.

Laut BAFU wurde ein Prototyp der Kriterien Anfang Juli Kantonen, Verbänden und Verwaltung zur Verfügung gestellt, um deren Tauglichkeit zu erproben. Die Testphase dauere einige Monate. Die definitiven Kriterien für die neue Umweltetikette sollen Ende 2008 vorliegen.

Eindeutiges Signal an die Autoindustrie

Auf 2010 soll die neue Umweltetikette eingeführt werden und die jetzige Energieetikette ablösen. Sie soll es ermöglichen, «bei der Ausgestaltung der kantonalen Motorfahrzeugsteuern oder der Importsteuern des Bundes neben dem Treibstoffverbrauch auch weitere Umweltaspekte zu berücksichtigen», schreibt das BAFU.

Konkret würde dies bedeuten, dass Dreckschleudern künftig stärker, umweltschonende Fahrzeuge hingegen tiefer besteuert würden. Die Differenzierung werde dazu führen, dass die Umwelt weniger belastet werde, schreibt das Bundesamt. Gleichzeitig erfolge damit ein eindeutiges Signal an die Autoindustrie.

(tri/sda)

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