Bundesfeier auf dem Rütli ohne Störmanöver
publiziert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 17:37 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 22:42 Uhr

Luzern - Die Bundesfeier auf dem Rütli UR, über deren Durchführung lange und heftig diskutiert worden war, ist ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Unbefugte versuchten auf das Rütli zu gelangen, wurden aber von der Polizei abgehalten.

Bundespräsidentin Calmy-Rey wurde «tosender» Beifall zuteil.
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Die beiden Rednerinnen, Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey und Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi, konnten ihre Ansprachen ungestört halten.

Die Bundespräsidentin, die in Begleitung von rund 100 Personen von Seelisberg aus aufs Rütli gewandert war und von den 2000 Gästen mit grossem Beifall empfangen wurde, dankte allen, die gekommen seien, «die Freiheitsrechte zu verteidigen».

Symbole und Werte

Die Rütli-Wiese sei nicht wie andere Wiesen, sagte Calmy-Rey. Sie symbolisiere das, was die Schweiz einige. Was die Leute eine, sei der Wille, zusammenzuleben. Es seien Symbole und Werte. Es seien die friedlichen und demokratischen Traditionen. Keine Minderheit habe das Recht, die Nationalfeier für sich allein zu beanspruchen.

Die Bundespräsidentin machte sich weiter für eine Integrationspolitik stark und erteilte der Ausgrenzung eine Absage. Jugendgewalt sei ein soziales Problem und kein Ausländerproblem, sagte Calmy-Rey.

Auch zur Gleichstellung von Mann und Frau äusserte sich die Bundespräsidentin. Die Frauen hätten mehrere Generationen lang kämpfen müssen, um die elemantaren politischen Rechte zu erhalten. Viel sei erreicht, noch mehr sei aber zu tun.

Egerszegi in Aargauer Tracht

Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi, die zur Feier des Tages eine Aargauer Tracht trug, pries das politische System der Schweiz. Wirkliche Macht habe in der schweizerischen Politik niemand, auch die Nationalratspräsidentin nicht.

Die Nationalratspräsidentin rief die Schweizerinnen und Schweizer dazu auf, sich einzumischen, zu gestalten und mitzuentscheiden.

Veranstalter und Polizei zogen an einer Medienkonferenz eine positive Bilanz. Eine Feier auf dem Rütli werde auch nächstes Jahr stattfinden, sagte Judith Stamm, Präsidentin der Rütlikommission.

Auch nach der offiziellen Feier blieben Störaktionen aus. Im Urner Hauptort Altdorf, wo Calmy-Rey auf dem Weg ins Wallis einen Halt eingeschaltet hatte, bereitete ihr die Bevölkerung einen freundlichen Empfang.

(fest/sda)

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