Bundesgericht bestätigt Urteil gegen Jürg Stäubli
publiziert: Freitag, 27. Jul 2007 / 13:08 Uhr

Lausanne - Der gestrauchelte Immobilien-König Jürg Stäubli muss definitiv für ein Jahr und elf Monate ins Gefängnis. Das Bundesgericht hat seine Beschwerden gegen das Urteil des Waadtländer Kantonsgerichts abgewiesen.

Bundesgericht Lausanne: Die juristische Aufarbeitung einer der grössten Finanzskandale der Westschweiz hat über 10 Jahre gedauert.
Bundesgericht Lausanne: Die juristische Aufarbeitung einer der grössten Finanzskandale der Westschweiz hat über 10 Jahre gedauert.
Das Kantonsgericht hatte sich mit Jürg Stäubli im vergangenen Dezember bereits zum zweiten Mal befassen müssen, nachdem ihm das Bundesgericht teilweise Recht gegeben hatte.

Das Kantonsgericht reduzierte die ursprüngliche Strafe von zwei Jahren Gefängnis für Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung um einen Monat.

Stäubli gelangte gegen den erneuten Entscheid der Waadtländer Richter wiederum ans Bundesgericht, das seine Beschwerden nun abgewiesen hat. Von den Urteilen liegt erst das Dispositiv vor, die Begründung folgt später.

Dossier definitiv geschlossen

Mit dem Entscheid des Bundesgericht kann das Straf-Dossier des früheren «golden boy» der Westschweizer Immobilienszene definitiv geschlossen werden. Die juristische Aufarbeitung einer der grössten Finanzskandale der Westschweiz hat über 10 Jahre gedauert.

Das Immobilien-Imperium von Jürg Stäubli war in den 90er-Jahren zusammengebrochen und hatte bei der Genfer Kantonalbank ein Finanzloch von 150 Mio. Franken hinterlassen. Stäubli war zu Beginn des Verfahrens 81 Tage in Untersuchungshaft gesetzt worden.

Nach sieben Jahren Untersuchung war es Anfang 2004 zum ersten Prozess gekommen. Stäubli wurde vom Strafgericht in Nyon in 11 von 85 Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu 28 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Kantonsgericht reduzierte die Strafe bei seinem ersten Entscheid auf 24 Monate.

(li/sda)

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