Bundesgericht bestätigt Urteil wegen sexueller Belästigung
publiziert: Freitag, 20. Feb 2004 / 12:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Feb 2004 / 12:30 Uhr

Lausanne - Ein ehemaliger Zürcher Kantonspolizist und verhinderter Chef der Solothurner Stadtpolizei bleibt wegen sexueller Belästigung einer Mitarbeiterin verurteilt: Das Bundesgericht hat seine staatsrechtliche Beschwerde abgewiesen.

Das Bundesgericht bestätigt ein Urteil des Zürcher Obergerichts.
Das Bundesgericht bestätigt ein Urteil des Zürcher Obergerichts.
Der heute 45-Jährige war vom Bezirksgericht Zürich im April 2003 wegen mehrfacher sexueller Belästigung zu 500 Franken Busse verurteilt worden. Er hatte eine Mitarbeiterin bei der Zürcher Kantonspolizei mit seinen sexuellen Fantasien konfrontiert und ihr ein entsprechendes Geldangebot gemacht.

Zudem hatte er sie überraschend auf den Mund geküsst. Die Affäre hatte den Betroffenen im Herbst 2002 die Stelle als designierter Polizeikommandant der Stadt Solothurn gekostet. Nachdem die Vorwürfe der früheren Arbeitskollegin publik geworden waren, wurde er noch vor Stellenantritt vom Amt suspendiert.

Obergericht wies Beschwerde ab

Das Zürcher Obergericht wies seine Beschwerde gegen die Verurteilung im September 2003 ebenso ab wie nun das Bundesgericht. Er hatte die Vorwürfe stets bestritten und vor den Lausanner Richtern im wesentlichen argumentiert, der Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten sei verletzt worden.

Verschiedene Aspekte, die gegen die Glaubwürdigkeit des Opfers sprechen würden, seien unberücksichtigt geblieben. Laut Bundesgericht hat die Frau die aussergewöhnlichen Geschehnisse jedoch sachlich, widerspruchsfrei, detailliert und authentisch geschildert. Ihre Aussage sei daher insgesamt glaubhaft.

Er ist ein Wiederholungstäter

Anhaltspunkte für eine falsche Anschuldigung gebe es nicht. Die Erklärung des Verurteilten, die Frau habe sich dafür rächen wollen, dass er nicht auf ihre Avancen eingegangen sei, überzeuge nicht. Zudem habe er gemäss Zeugenaussagen auch schon früher unanständige Äusserungen gemacht.

Zu Recht sei auch sein Einwand unberücksichtigt geblieben, das Opfer sei eine Männerheldin gewesen sei, die zwanghaft einen Partner gesucht habe. Schliesslich habe sie entgegen der Ansicht des Verurteilten auch zu früheren sexuellen Belästigungen nicht widersprüchlich ausgesagt.

(rp/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie ... mehr lesen  
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 6°C 7°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Basel 8°C 8°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 5°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen wolkig, aber kaum Regen
Bern 6°C 6°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 5°C 8°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten