Bundesliga: Erfolgreiche Münchner Krisenbewältigung
publiziert: Samstag, 9. Nov 2002 / 22:04 Uhr

(Si) Bayern München hat in der Krisenbewältigung einen grossen Schritt vollzogen: Im ausverkauften Olympiastadion bezwang der Bundesliga-Leader das gegen Ende hin stark dezimierte Borussia Dortmund nach einem 0:1-Rückstand verdientermassen 2:1.

Die Reserve beträgt nach dem 12. Spieltag nun fünf Punkte.
Die Reserve beträgt nach dem 12. Spieltag nun fünf Punkte.
Die Reserve der Equipe von Trainer Ottmar Hitzfeld gegenüber dem erstmals geschlagenen Titelhalter beträgt nach dem 12. Spieltag nun fünf Punkte. Hinter dem Spitzenduo reihte sich der VfB Stuttgart (3:2 gegen Bochum) vor 1860 München ein, dessen Siegserie beim 0:1 ausgerechnet beim unkonstanten Hamburg riss.

Die frühe, indes eher zufällige Führung Dortmunds -- Jan Koller hatte in der 7. Minute einen Schuss Amorosos mit der Ferse zum 0:1 abgelenkt -- hielt lange; gut 55 Minuten lang mühte sich die statistisch beste Offensivabteilung Deutschlands gegen die stärkste Abwehr vergeblich ab. Innerhalb von 180 Sekunden änderte die Physiognomie der Partie dann allerdings komplett. Erst markierte Roque Santa Cruz mit einem herrlichen Schlenzer zum Gleichstand (62.), ehe Pizarro im Anschluss an ein herrliches Dribbling Sagnols den Ball ein zweites Mal über die Torlinie der Gäste bugsierte.

Mit dem raschen Umsturz wich bei einigen Dortmunder Protagonisten die zuvor präsentierte Klasse und Übersicht schlagartig. Jens Lehmann, dem Keeper der Borussen, entglitt die Selbstkontrolle vollends. Nach massiver Kritik am Schiedsrichter, Lehmann hatte Pizarro im allgemeinen Durcheinander fälschlicherweise im Offside gewähnt, wurde der Goalie zum dritten Mal in seiner Karriere des Feldes verwiesen. Mit Lehmanns Platzhalter Jan Koller (!) im Kasten schlugen sämtliche Angriffsversuche der erheblich geschwächten Borussen fehl.

Selbst in der nachfolgenden Spielanalyse hatten sich die Direktbeteiligten des "giftigen" Schlagabtausches noch nicht beruhigt. Coach Matthias Sammer, schon zu eigenen Aktivzeiten als Heisssporn bekannt, beklagte das mangelnde Fingerspitzengefühl des Referees. Koller sei ununterbrochen mit unfairen Mitteln gestoppt worden. "Und was passiert? Nichts. Stattdessen fliegen bei uns zwei Leute vom Feld." Hitzfeld, dessen Position im Klub vorab auf medialer Ebene in Frage gestellt worden war, mochte ob der Kritik seines früheren Musterschülers nur mit dem Kopf schütteln.

Eine Notiz am Rande: Sammer gewann als Trainer noch keine Partie gegen Hitzfeld.

Im Schatten des Ligagipfels vollzog der VfB Stuttgart auf leisen Sohlen eine Annäherung ans Etablishment. Dem 3:2-Heimsieg gegen den Bochum, im frühen Stadium der Meisterschaft kurzzeitig gar der Branchenführer der Liga, liegt eine turbulente Geschichte zu Grunde: Zweimal lagen die Schwaben zurück, letztmals in der 84. Minute, ehe der dreifache Torschütze Viorel Ganea in extremis den Umschwung schaffte.

Der Höhenflug der zuletzt dreimal in Folge siegreichen Sechziger endete ausgerechnet beim kriselnden Hamburger SV. Den Münchnern gelang es trotz teils klarer Vorteile partout nicht, Romeos Führungstreffer auszugleichen. Der Schweizer Remo Meyer musste im Sturmlauf der Gäste in der 78. Weissenberger weichen. Kaum besser erging es Meyers Nationalmannschafts-Kollege Ludovic Magnin mit Bremen. Werder hatte sich bei der 1:3-Niederlage in Wolfsburg kurz nach Ablauf einer Stunde ein richtungsweisendes 0:2-Handicap eingehandelt.

In die Kategorie "besonders bitter" sind die beiden Heimfehltritte Kaiserslauterns und Schalkes einzuordnen. Das Spielerpersonal -- mit Ciri Sforza zu Beginn in der Abwehr und nachher im Mittelfeld -- vom neuen Chef René C. Jäggi manövrierte sich mit dem 0:1 (Bobic/8. Saisontor) gegen Aufsteiger in eine heikle Lage. Die mit nur sieben Punkten an zweitletzter Position klassierten Pfälzer verlieren langsam den Anschluss an die sichere Zone. Schalke erwachte im Duell mit Leverkusen spätestens nach der Roten Karte gegen Goalie Rost und dessen verschuldetem Penaltygegentor durch Schneider aus dem schönen Cup-Traum.

(ba/sda)

Djibril Sow wechselt von YB in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt.
Djibril Sow wechselt von YB in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt.
Ab in die Bundesliga  Was im Grunde seit Mittwochabend feststeht, wurde nun auch von den Klubs auf ihren Webseiten offiziell bestätigt: Djibril Sow läuft in der neuen Saison für Eintracht Frankfurt auf. mehr lesen 
Bis Saisonende  Die Grasshoppers erhalten namhafte ... mehr lesen
Caiuby wechselt leihweise bis Saisonende zu GC.
Bis Saisonende  Steven Zuber geht neue Wege: Der Schweizer Nationalspieler schliesst sich bis Saisonende auf Leihbasis dem VfB Stuttgart an. mehr lesen  
Von Freiburg ausgeliehen  Vincent Sierro ist derzeit vom SC Freiburg an den FC St. Gallen ausgeliehen. Bei den Ostschweizern ist er ein absoluter Leistungsträger und hat schon fünf Ligatore erzielt. Im Winter könnte indes der Verlust des Spielmachers drohen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
News
     
Fussballschuhe sind Hightech-Produkte
Publinews Gute Fussballschuhe sind ein Must-Have für jeden Fussballer  Die Fussballschuhe sind unerlässlich zum Fussballspielen. Jeder Spieler braucht gute Fussballschuhe, trotzdem ... mehr lesen
Schweizer Flagge, Fussball
Publinews Fussballvereine unter Erfolgsdruck  Fussball ist ein Mannschaftssport mit einer grossen Fangemeinde - das ist allgemein bekannt. Seit nunmehr über 100 Jahren erfreut er sich einer beständigen ... mehr lesen
Grenzenlose Liebe und Treue für nicht irgendeinen Fussballverein, sondern den natürlich besten Klub der Welt.
Publinews Fan-Utensilien  Trikot, Schal und Fahne - Die Zeiten scheinen sich wohl nie zu ändern, in denen nicht das klassische Fanartikel-Trio eine ... mehr lesen
Fussball Videos
FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim ...  
Neue Zeitrechnung für den Nati-Star  Granit Xhaka (23) wechselt zu Arsenal London in die ...  
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge ...  
Grosse Ehre für «King Claudio»  Wenig überraschend heisst der Trainer des Jahres ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 1°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Basel 3°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
St. Gallen 1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Bern 0°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Luzern 1°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Genf 2°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Lugano 4°C 12°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten