Bundespersonal demonstriert gegen Sparmassnahmen
publiziert: Donnerstag, 21. Jun 2007 / 18:18 Uhr

Bern - Unter dem Slogan «Genug demoliert!» haben in Bern rund 2000 Bundesangestellte gegen Sparmassnahmen in der Verwaltung demonstriert. Sie verlangten eine Reallohnerhöhung von 3 Prozent und mehr Respekt vor ihrer Arbeit.

Christine Goll: «Das Personal verdient mehr Respekt.»
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«Das Bundespersonal steht unter einem zermürbenden Abbau-Druck», sagte Hans Müller, Präsident der Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal VGB, an der Kundgebung. «Arbeitsdruck, Verunsicherung und Resignation nehmen zu».

Nun wollten Bundesrat und Parlament auch noch den Kündigungsschutz streichen und das Personal mit einer «Hire-and-Fire»-Politik verunsichern.

Allein in den letzten zwei Jahren seien 3000 Stellen beim Bund abgebaut worden - weitere 2000 sollen in den nächsten Jahren folgen.

Einsparungen trotz «übervoller Kasse»

«Das Bundespersonal verdient statt höhnischen Sprüchen von Seiten des Bundesrats mehr Respekt», sagte die Zürcher SP-Nationalrätin und Präsidentin der Gewerkschaft VPOD, Christine Goll. Finanzminister Hans-Rudolf Merz habe eine «übervolle Kasse» und wolle trotzdem weiter beim Personal einsparen.

«Die Leute haben die Nase voll», sagte Müller. Seit 1991 hätten die Bundesangestellten kein reale Lohnerhöhung mehr erhalten. Sie litten unter unsinnigen Reorganisationsmassnahmen und einem massiven Abbau bei der Bundespensionskasse (PUBLICA).

Zur Kundgebung aufgerufen hatte die Gewerkschaften PVB, VPOD und garaNto. Sie bilden zusammen die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB). Auch Zoll- und Grenzwächter sowie Angestellte der Bundeskriminialpolizei nahmen an dem Protest teil.

(rr/sda)

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