Bundesrat Blocher in der Türkei
publiziert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 10:47 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 11:22 Uhr

Ankara - Der Schweizer Justizminister Christoph Blocher zeigte sich stolz auf den Schweizer Beitrag anlässlich des 80. Geburtstags des türkischen Zivilrechts.

Die Schweiz sei stolz darauf, ihren Teil zur Entstehung des türkischen Zivilrechts beigetragen zu haben.
Die Schweiz sei stolz darauf, ihren Teil zur Entstehung des türkischen Zivilrechts beigetragen zu haben.
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Die Schweiz sei stolz darauf, ihren Teil zur Entstehung des türkischen Zivilrechts beigetragen zu haben. Das Zivilrecht der Türkei von 1926 basiert auf dem Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) und dem Obligationenrecht (OR).

In seiner Rede vor rund 200 Zuhörern an der Universität Ankaras liess Blocher auch andere historische Daten Revue passieren, welche die Schweiz mit der Türkei verbinden.

Dazu zählt der Vertrag von Lausanne, mit welchem 1923 die Basis zur Gründung der heutigen Türkei gelegt worden war. Zuletzt hatten 2004 auf dem Bürgenstock über dem Vierwaldstättersee Gespräche zwischen der Türkei und Griechenland zur Zypernfrage stattgefunden.

Bevorzugtes Zivilrecht

Blocher war vom türkischen Justizminister Cemil Cicek zum Symposium eingeladen worden. Cicek sagte in seiner Rede, sein Land habe damals das Schweizer Zivilrecht vor jenem anderer Länder wie Frankreich oder Deutschland bevorzugt, weil das Schweizer «zeitgemäss, modern und laizistisch» gewesen sei.

Blocher befindet sich für einen Tag in der Türkei. Auf seinem Programm standen auch Treffen mit Innenminister Abdulkadir Aksu und dem Präsidenten des Verfassungsgerichts, Tülay Tugcu.

Als weiterer Programmpunkt ist eine Kranzniederlegung am Mausoleum des Gründers der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, vorgesehen, bevor er am Mittwochabend wieder in die Schweiz zurückreist.

Türkisch-schweizerische Verstimmung

Bundesrats-Visiten in der Türkei waren in der Vergangenheit mehrmals geplatzt - die letzten beiden Male wegen kurzfristiger Absagen aus Ankara.

Vor einem Jahr wurde der damalige Wirtschaftsminister Joseph Deiss - offiziell aus Termingründen - wieder ausgeladen, im Herbst 2003 war es Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ebenso ergangen.

Hintergrund für die türkisch-schweizerische Verstimmung war die Beurteilung der international als Völkermord geltenden Massaker an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs.

(bert/Si)

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