Veratärkte Beziehungen
Bundesrat Burkhalter trifft Suu Kyi in Burma
publiziert: Freitag, 2. Nov 2012 / 19:25 Uhr
Bundesrat Burkhalter traf Suu Kyi in der Hauptstadt Burmas. (Archivbild)
Bundesrat Burkhalter traf Suu Kyi in der Hauptstadt Burmas. (Archivbild)

Rangun - Didier Burkhalter hat sich am ersten Tag seiner Burmareise mit Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und Präsident Thein Sein zu Gesprächen getroffen. Dieser erste offizielle Besuch eines Bundesrates unterstreicht den Willen Berns, die Beziehungen mit dem südostasiatischen Land zu intensivieren.

8 Meldungen im Zusammenhang
Burkhalter traf Suu Kyi in Naypyidaw, der neuen Hauptstadt Burmas. Einem Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten liess er Gespräche mit seinem Amtskollegen, dem Aussenminister Wunna Maung Lwin, und dem Wirtschaftsminister Soe Thein folgen.

Die Gespräche hätten das «neue Kapitel in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern» zum Thema gehabt, sagte Thein Sein. Burkhalter erinnerte an die lange demokratische Tradition der Schweiz und zeigte sich beeindruckt ob der beträchtlichen und schnellen Reformen, die Burma anstrenge.

Der Bundesrat unterstrich die Wichtigkeit der Fortschritte auf dem Gebiet der Menschenrechte, die eine «Investition in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes» seien. Er kündigte an, dass die Schweiz die Kandidatur der historischen Königsstadt Bagan für die Aufnahme in das UNO-Welterbe mit 110'000 Dollar unterstützen wolle.

Aufruf zu Gewaltstopp

Am Abend hielt der Bundesrat einen Empfang anlässlich der Eröffnung der Schweizer Botschaft in Rangun. In seiner Rede griff er die Themen Herausforderungen, Chancen und Hoffnung auf. Dabei kam er auch auf den inner-ethnischen Konflikt zwischen Buddhisten und Muslimen im westburmesischen Bundesstaat Rakhine zu sprechen.

Burkhalter rief alle Parteien zu einem sofortigen Stopp der Gewalt auf und appellierte an die Behörden, alle notwendigen Massnahmen zu treffen, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen wurden 110'000 Personen vertrieben, wie das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) gleichentags in Genf mitteilte.

Verstärkte Hilfe

Beim Thema Hoffnung skizzierte Burkhalter eine «bessere und strahlendere Zukunft» für Burma. Die Schweiz sei bereit, zu helfen. Der Betrag der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe werde schrittweise von gegenwärtig gut 7 Millionen Franken auf mehr als 18 Millionen im Jahr 2013 und gegen 33 Millionen jährlich ab 2016 erhöht.

Die Weltbank stellte Burma am Freitag ihrerseits 245 Millionen Dollar an Krediten in Aussicht und sicherte damit dem südostasiatischen Land erstmals seit 25 Jahren finanzielle Hilfe zu. Damit reagierte die Weltbank - wie die Schweiz - auf die jüngsten Reformbemühungen.

Chancen für Schweizer Firmen

Der neue Botschafter in Burma, Christoph Burgener, sagte gegenüber Schweizer Radio DRS, die Schweiz hoffe, mit der Eröffnung der Botschaft auch die Investitionsmöglichkeiten für Schweizer Firmen fördern zu können. Burma mit seinen 60 Millionen Einwohner habe einen «enormen Nachholbedarf für Investitionen und Konsumgüter».

Die offizielle Eröffnung der Botschaft findet am Samstagvormittag (Ortszeit) statt. Das Büro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), welche bereits heute über Räumlichkeiten in Rangun verfügt, soll nächstes Jahr in die Botschaft integriert werden.

Etappen Laos, Bali und Thailand

Burkhalter reist am Montag weiter in die Hauptstadt von Laos, Vientiane, um dort mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf am Asien-Europa-Treffen (ASEM) teilzunehmen, bei dem die Schweiz formell als Neu-Mitglied aufgenommen werden soll.

Nach der Teilnahme am Bali-Demokratieforum vom 7. bis zum 9. November endet Burkhalters Südasienreise in Bangkok. Dort eröffnet er die regionale Botschafterkonferenz.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neu Delhi - Europa und Asien wollen von den jeweiligen Stärken des anderen profitieren. Beim 11. Asien-Europa-Treffen (ASEM) in ... mehr lesen
Bundesrat Didier Burkhalter nahm für die Schweiz an der Konferenz teil.
Zum ersten Mal floss 2011 am meisten Kapital aus der Schweiz nach Asien.
Zürich - Die Schulden- und Wirtschaftskrise in Europa schlägt auf die Investitionen durch. Schweizer Unternehmen haben im ... mehr lesen
Bern/Bangkok - Aussenminister Didier Burkhalter hat am Samstag zum Schluss seiner Asien-Reise das Elendsviertel Klong Toey in der thailändischen Hauptstadt Bangkok besucht. Begleitet wurde er dabei vom thailändischen Bildungsminister Phongthep Tepkanchana. mehr lesen 
Rangun - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat zu einem Ende der Gewalt zwischen Buddhisten und Muslimen ... mehr lesen
Burmas Oppositionsführerin fordert Ende der Gewalt im Westen
Schweizer ASEM-Beitritt laut Widmer-Schlumpf ein «Meilenstein»
Vientiane - Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hat am Montag in Laos den ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Rangun - Bundesrat Didier Burkhalter hat am Samstag im Beisein des burmesischen Finanzministers die neue Schweizer ... mehr lesen
Burkhalter eröffnet neue Botschaft in Burma
Aung San Suu Kyi wurde mit Applaus im Nationalratssaal empfangen.
Bern - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist im Bundeshaus ... mehr lesen
Genf - Die Schweiz will Burma mit einem Entwicklungsprogramm von 25 Millionen Franken pro Jahr unterstützen. Das sagte ... mehr lesen
Didier Burkhalter und Aung San Suu Kyi an der Medienkonferenz.
Das Amt als Präsidentin wird Aung San Suu Kyi durch die Verfassung bislang verwehrt.
Das Amt als Präsidentin wird Aung San Suu ...
Myanmar  Rangun - Myanmars Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi verhandelt mit dem Militär über eine Verfassungsänderung, damit sie Präsidentin werden kann. Das sagten am Wochenende übereinstimmend Mitglieder ihrer NLD-Partei und Politiker, die dem Militär nahe stehen. 
Historische Parlamentssitzung in Myanmar Naypyidaw - Knapp drei Monate nach dem grossen Wahlsieg von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat am Montag erstmals das ...
Suu Kyi spricht mit Präsident über Machtübergabe in Myanmar Naypyidaw - Myanmars Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat ...
Letzte Ansprache vor Parlament  Naypyidaw - Myanmars scheidender Staatschef Thein Sein hat in seiner letzten Ansprache vor dem ...  
Myanmars Präsident Thein Sein tritt Ende März zurück.
Historische Parlamentssitzung in Myanmar Naypyidaw - Knapp drei Monate nach dem grossen Wahlsieg von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    Jetzt... markiert A. Merkel erst mal die Chefin. Das schuldet sie doch ihrer ... heute 12:30
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    Das... gereifte Kriegsverständnis von KSA: viele kleine beherrschbare Kriege, ... heute 09:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    islamisten... unterschiedlichster Provenienz haben offensichtlich unnachgiebig bei ... gestern 19:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    Welcome A. Merkel drückt Europa gerade kräftig ihren Refugees welcome-Stempel ... gestern 17:15
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    Die... sunnitischen Königshäuser wollen weiterhin den Sturz B. al-Assads. Sie ... gestern 15:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    Man... kann nur hoffen, dass nicht auch noch der Libanon und Jordanien zum ... Do, 11.02.16 17:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    Geht... der Flüchtlingszustrom so weiter, steht ganz Europa bald vor dem ... Mi, 10.02.16 10:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3728
    Frankreichs... Bevölkerung ist durch Einwanderung, speziell in den 50er und 60er ... Mi, 10.02.16 09:47
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 0°C 3°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 0°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen 2°C 6°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 3°C 6°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 3°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 4°C 8°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 0°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten