Bundesrat Couchepin reist nach Peru
publiziert: Mittwoch, 27. Dez 2006 / 20:14 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Dez 2006 / 21:35 Uhr

Bern - Innenminister Pascal Couchepin ist nach Peru gereist. Dort wird er am Donnerstag Präsident Alan García sowie mehrere Minister treffen. Hauptthema der Reise ist die Unterzeichnung eines Abkommens über die Rückgabe von Kulturgütern.

Pascal Couchepin will einen Vereinbarung aushandeln, den «rechtswidrigen Handel» mit Kulturgütern verhindern soll.
Pascal Couchepin will einen Vereinbarung aushandeln, den «rechtswidrigen Handel» mit Kulturgütern verhindern soll.
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Dabei gehe es vor allem um archäologische Güter, schreibt das Eidg. Departement des Inneren (EDI) in einer Mitteilung. Die Vereinbarung solle den «rechtswidrigen Handel» mit Kulturgütern verhindern. Peru ist nach Italien das zweite Land, mit dem die Schweiz ein solches Abkommen unterzeichnet.

Peru war das Zentrum des Inkareiches, das ab etwa 1200 entstand. Bis 1500 beherrschten die Inkas auch Teile der heutigen Staaten Kolumbien, Ecuador, Bolivien, Argentinien und Chile.

1532 eroberten die Spanier das Inka-Reich und beraubten und zerstörten diese Hochkultur. Doch in Peru gab es schon vor den Inkas zahlreiche andere Hochkulturen. Die früheste heute noch erkennbare existierte von ungefähr 800 bis 300 vor Christus.

Anschliessend Privatreise

Bundesrat Couchepin wird nach dem offiziellen Teil der Reise Peru als Privatmann bereisen, wie EDI-Kommunikationschef Jean-Marc Crevoisier gegenüber der Nachrichtentagentur SDA auf Anfrage sagte.

Zunächst stünden am Donnerstag und am Freitag aber noch zahlreiche Treffen auf dem Programm des Bundesrates, unter anderem zu den Themen Gesundheit, Forschung und Innovation.

Höflichkeitsbesuch bei Präsident García

Couchepin wird gemäss EDI-Communiqué in diesem Zusammenhang mit dem Präsidenten des peruanischen Wissenschaftsrates, Augusto Mellado Méndez, eine Absichtserklärung zur verbesserten Zusammenarbeit unterzeichnen. Mit Präsident García kommt Couchepin dagegen laut Crevoisier nur zu einem Höflichkeitsbesuch zusammen.

Gefragt, ob die Dokumente nicht auch durch den Schweizer Botschafter in Lima hätten unterschrieben werden können, betonte Crevoisier, dass die Schweiz damit vor allem dem Kulturgüter-Rückgabeabkommen mehr Gewicht geben wolle.

«Wir zeigen, dass wir den Wunsch Perus nach einem besseren Schutz seiner Kulturgüter ernst nehmen», sagte er.

(fest/sda)

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