Bundesrat Deiss in Polen
publiziert: Donnerstag, 27. Mrz 2003 / 17:54 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Mrz 2003 / 18:48 Uhr

Warschau - Beim dritten offiziellen Besuch von Bundesrat Joseph Deiss in Polen ist die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen beider Länder im Zentrum gestanden. Deiss traf sich in Warschau mit Regierungsvertretern und eröffnete den 13. Swiss Business Hub.

Joseph Deiss.
Joseph Deiss.
Die Schweiz glaube an das grosse wirtschaftliche Potenzial von Polen, sagte Deiss vor den Medien in Warschau. Dies sei der erste Grund, warum er hier sei. Die Schweizer Exporte hätten sich seit 1995 auf 1,14 Mrd. Fr. verdoppelt. Die Importe hätten gleichzeitig von 168 Mio. auf 472 Mio. Fr. zugenommen.

Durch den Beitritt zur Europäischen Union werde sich das Konjunkturwachstum Polens noch beschleunigen. Dies werde die wirtschaftliche Kooperation beider Länder verstärken.

Anlässlich seines Besuches eröffnete Deiss zusammen mit dem Direktor der schweizerischen Handelsförderungsorganisation Osec, Balz Hösly, den 13. Swiss Business Hub. Dieser soll die Geschäftsbeziehungen schweizerischer und polnischer Firmen fördern. Im Fokus steht dabei laut Deiss die Hilfe an kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Der Swiss Business Hub in Warschau sei der erste in Mittel- und Osteuropa, wo Polen angesichts seiner Grösse eine zentrale Rolle spiele, sagte Hösly. Denn die Globalisierung zwinge immer mehr kleine Schweizer Unternehmen, jenseits der Landesgrenzen tätig zu werden. Jeder zweite Franken werde im Ausland verdient, sagte Hösly.

Den Firmen würden unter anderem Informationen über die lokalen Märkte, Beratung und Hilfe bei der Suche nach Geschäftspartnern geboten. Insgesamt beschäftigten Schweizer Unternehmen in Polen bereits 25 000 Angestellte, sagte Hösly weiter.

Beim Treffen von Deiss mit Ministerpräsident Leszek Miller stand das Referendum über den EU-Beitritt Polens Anfang Juni im Zentrum der Diskussionen.

(bert/sda)

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