Bundesrat Hans-Rudolf Merz aus Spital entlassen
publiziert: Donnerstag, 2. Okt 2008 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Okt 2008 / 15:40 Uhr

Bern - Bundesrat Hans-Rudolf Merz ist aus dem Spital entlassen worden. Nach seiner Genesung wird er die Führung des Eidg. Finanzdepartements wieder übernehmen. Dies teilte Merz Bundespräsident Pascal Couchepin in einem Brief vom 29. September mit.

Bundesrat Hans-Rudolf Merz wird weiterhin im Bundesrat mitwirken.
Bundesrat Hans-Rudolf Merz wird weiterhin im Bundesrat mitwirken.
6 Meldungen im Zusammenhang
Der Zeitpunkt von Merz' Rückkehr in die Landesregierung ist noch offen. Merz werde darüber so bald wie möglich orientieren, heisst es in einem Communiqué der Bundeskanzlei.

In seinem Schreiben an Bundespräsident Couchepin dankte Merz den Mitgliedern des Bundesrates für die allseitige Unterstützung. Einen besonderen Dank entbot er seiner Stellvertreterin Eveline Widmer-Schlumpf.

Bundesrat Merz konnte die Klinik für Gefäss- und Herzchirurgie des Inselspitals bereits am Mittwoch verlassen, wie das Spital mitteilte. «In gutem, stabilem Allgemeinzustand» habe sich der Finanzminister wie vorgesehen in die Rehabilitation begeben.

Herz-Kreislauf-Stillstand

Bundesrat Hans-Rudolf Merz (FDP) hatte am Samstagabend, 20. September, an seinem Wohnort in Herisau AR einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten und war mehrere Minuten bewusstlos gewesen. Von seiner Familie wurde er zuerst ins Spital nach Herisau eingeliefert und nachher ins Kantonsspital St. Gallen verlegt.

Dort entschieden die Ärzte, Merz in ein künstliches Koma zu versetzen. In kritischem, aber stabilem Zustand flog ihn die Rega am Sonntagnachmittag per Helikopter ins Inselspital nach Bern, wo er am Abend operiert wurde: Herzspezialist Thierry Carrel legte an den Herzkranzgefässen fünf Bypässe an. Merz überstand die Operation gut.

Am drauffolgenden Montag betraute der Bundesrat Merz' Stellvertreterin, Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf, mit der Führung des Finanzdepartements.

Merz war im Dezember 2003 als Nachfolger von Kaspar Villiger in den Bundesrat gewählt worden. Er wird am 10. November 66 Jahre alt. Gegenüber der Zeitung «Sonntag» hatte Merz vor seiner Erkrankung im September angekündigt, dass er am Ende der Legislatur zurücktreten wolle.

(smw/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bundesrat Hans-Rudolf Merz ist bald wieder zurück.
Bern - Finanzminister Hans-Rudolf ... mehr lesen
Bern - Die Finanzkrise zwingt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zu einer ... mehr lesen
Widmer-Schlumpf bleibt zu Hause, um gegebenenfalls auf Entwicklungen in der Finanzkrise reagieren zu können.
Der Bundesrat sei besorgt über die Entwicklung, sagte Widmer-Schlumpf.
Zürich - Im Vergleich zum Ausland sind in der Schweiz die Garantien auf Bankguthaben im Fall einer Banken-Pleite gering. Gerade einmal 30 000 Fr. pro Person sind abgesichert. Für das Geld bürgt ... mehr lesen 4
Bern - Finanzminister Hans-Rudolf ... mehr lesen
Pascal Couchepin stehe in ständigem Kontakt mit der Familie von Hans-Rudolf Merz.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bundesrat Hans-Rudolf Merz konnte planmässig die Intensivstation verlassen.
Bern - Bundesrat Hans-Rudolf Merz konnte planmässig die Intensivstation verlassen. Er ist in die herzchirurgische Abteilung verlegt worden, wie das Inselspital mitteilt. mehr lesen
Mit Sicherheit eine Meldung Wert
Es ist doch noch ein klitzekleiner Unterschied, ob ein Bundesrat Merz und Finanzminister in der jetzigen Finanzkrise im Spital weilt, oder ein Herr Irgendwersonst. Dies, bei allem Mitgefühl für andere kranke Menschen.

Die Schweiz ist auf die Genesung von Bundesrat Merz angewiesen. Damit steht und fällt nämlich unser politisches Klima. Und das war noch nie so interessant wie gerade jetzt. An Bundesrat Merz' Gesundheitszustand hängt das Weitergehen bezüglich des Bundespräsidiums für das nächste Jahr - und der (hoffentlich Nicht-)Abgang von Bundesrat Samuel Schmid. Die SVP hat ja schon auf eine Zweierkandidatur (womöglich mit Blocher) spekuliert. Also, wenn diese Hintergründe hinter der einfachen Meldung, Merz sei vom Spital entlassen worden, keine Meldung Wert sind, dann frage ich mich schon, was die Medien dann zu melden haben.

Das einzige, was mich bezüglich des Zusammenbruchs von Bundesrat Merz "gefreut" hat, ist die Tatsache, dass Bundesrätin Widmer-Schlumpf auf diese Weise die Möglichkeit hatte, zu zeigen, was sie drauf hat. Das war ja ne echte Glanzleistung, wie rasch sie die Dossiers von Merz übernommen und Minuten später bereits Interviews zur Sache gegeben hat. Einfach eine tolle Frau, eine supertolle Bundesrätin und unersetzliche Amtskollegin im Bundesrat!

Solche Führungskräfte braucht unser Land und keine Blochers und Brunners, die alles torpedieren und fast zusammenbrechen, wenn sie ihre verdiente Strafe erhalten: bei Blocher die Abwahl, bei Brunner die Aufhebung der Immunität. Man sollte halt manchmal doch den Kopf etwas einschalten, wenn man z.B. wie Brunner Amtsgeheimnisverletzungen begeht. Einmal könnte es zu viel des Guten sein und man sich nicht mehr durch sein Amt decken können.
Hochinterssant
ich finde das thema: merz und spital sehr interessant. gibt es nichts anderes zu berichten? es befinden sich auch andere leute im spital und über die wird überhaupt nichts berichtet. finde das thema total sinnlos.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eingeläutet. Wenige Stunden später wird der Tunnel der SBB übergeben. mehr lesen 
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen   1
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
In den nächsten drei Wochen wird im Bundeshaus wieder fleissig politisiert. (Archivbild)
Gotthard steht im Zentrum  Bern - In Bern beginnt heute Montag die Sommersession der eidgenössischen Räte. In der ersten Woche ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder verabschiedeten an ihrer Mitgliederversammlung eine Resolution an die Adresse von Bundesrätin Doris Leuthard. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 4°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern 2°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern 2°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Genf 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 4°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten