Bundesrat ändert Meinung zu Taschenmunition
publiziert: Dienstag, 5. Jun 2007 / 15:16 Uhr

Bern - Der Bundesrat hat seine Meinung zur Armeemunition radikal geändert. Er will nun doch, dass die Taschenmunition im Zeughaus gelagert wird und folgt damit den Empfehlungen der Sicherheitspolitischen Kommission (SIK) des Ständerats.

Die Taschenmunition soll bis auf weiteres nicht mehr nach Hause mitgegeben werden.
Die Taschenmunition soll bis auf weiteres nicht mehr nach Hause mitgegeben werden.
6 Meldungen im Zusammenhang
«Der Bundesrat hat diesen Entscheid am vergangenen Mittwoch gefällt», bestätigte Bundesratssprecher Oswald Sigg einen Bericht des «Tages-Anzeigers».

Die Regierung sei bereit, die Heimabgabe der Taschenmunition an aktive Armeeangehörige von der sicherheitspolitischen Lage abhängig zu machen. Die Taschenmunition soll deshalb bis auf weiteres nicht mehr nach Hause mitgegeben werden.

Davon ausgenommen sind laut der Regelung kleinere Spezialtruppen, so genannte Bereitschaftsformationen der Armee. Sie sollen für den Ernstfall weiterhin Munition bei sich tragen dürfen.

Keine grundsätzliche Verbannung

Im September hatte die Landesregierung die Taschenmunition noch vehement verteidigt und eine Motion der Basler SP-Ständerätin Anita Fetz abgelehnt, die wegen Gewalttaten mit Ordonnanzwaffen ein vollständiges Verbot der Abgabe verlangte.

Mit der Taschenmunition werde unter anderem der «Wehrwille der Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz demonstriert», sagte der Bundesrat damals. Die Abgabe sei von nicht zu unterschätzender staatspolitischer Bedeutung für die Demokratie. «Die Sicherheit wird nicht erhöht, wenn korrekt handelnden Angehörigen der Armee die Taschenmunition abgenommen wird.»

Die Taschenmunition werde nun nicht grundsätzlich aus den Haushalten verbannt, sagte VBS-Sprecher Sebastian Hueber. Bei veränderter Bedrohungslage könne die Taschenmunition wieder abgegeben werden. «Für das Verteidigungsdepartement ist die Regelung ein gangbarer Weg».

Wieviele Wehrmänner künftig mit der Waffe auch Taschenmunition mit nach Hause nehmen dürfen, bleibe vorerst ungeklärt. «Was dies konkret heisst, muss noch in einer Verordnung klar geregelt werden», sagte Hueber.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Innert eines Jahres hat die Schweizer Armee 165'600 Dosen mit ... mehr lesen
Die Taschenmunition muss bis spätestens Ende 2009 abgegeben werden.
Nur noch etwa 2000 Soldaten sollen die Munition nach Hause nehmen dürfen.
Bern - Die Taschenmunition soll nur ... mehr lesen
Bern - Die FDP Frauen wollen die ... mehr lesen
Der Kompromissvorschlag geht den FDP Frauen zuwenig weit.
Ein Regimewechsel würde das «Obligatorische» verunmöglichen, so Keckeis.
Bern - Der Schweizer Soldat soll seine ... mehr lesen
Bern - Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer wollen keine Armeewaffen mehr in ihren Schränken. Sie gehören ins ... mehr lesen
Die Zutaten tödlicher Familiendramen finden sich bei fast jedem Schweizer zu Hause.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Schweizer Rekruten bekommen ihre Dienstwaffe noch vor ihrer Uniform.
Bern - Der Amoklauf von Blacksburg ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
In unsicheren Zeiten  Bern - Flüchtlingsströme, Terrorismus und Kriege verunsichern die Bevölkerung. Nie haben Schweizerinnen und Schweizer die weltpolitische Lage in den letzten Jahren so düster eingeschätzt wie heute. Mit der Unsicherheit wächst die Bedeutung der Armee. mehr lesen 1
Frische Milch zum Frühstück bleibt für die Soldaten wohl ein Wunsch.
Ständeratskommission lehnt ab  Bern - Schweizer Soldaten sollen nicht ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 3°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
Basel 4°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
St. Gallen 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern 4°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern 3°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 4°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Lugano 8°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten