Bundesrat für weitere Klimagas-Reduktion
publiziert: Freitag, 5. Dez 2008 / 12:51 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Dez 2008 / 08:48 Uhr

Bern - Ab 2012 will die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen weiter vermindern. Der Bundesrat hat zwei Varianten für einen indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «für ein gesundes Klima» in Vernehmlassung geschickt.

Der Bundesrat reagiert auf die eingereichte Klima-Initiative.
Der Bundesrat reagiert auf die eingereichte Klima-Initiative.
3 Meldungen im Zusammenhang
Die künftige Klimapolitik der Schweiz muss den laufenden internationalen Verhandlungen über das weltweite Klimaregime nach 2012 Rechnung tragen. Dieses soll Ende 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden. Wichtiger Zwischenschritt auf diesem Weg ist die Klimakonferenz, die derzeit in Polen stattfindet.

Für die Reduktion des Treibhausgasausstosses hat der Bundesrat vier Grundsätze aufgestellt: Die CO2-Abgabe wird auf fossile Treibstoffe ausgedehnt; die Emissionsminderung muss für sämtliche Treibhausgase gelten; die Massnahmen umfassen Reduktionen im In- und Ausland; das Emissionshandelssystem wird beibehalten.

Die Variante 1 «Verbindliche Klimaziele» orientiert sich an den Klimazielen der EU. Sie strebt ein Reduktionsziel von 20 Prozent bis 2020 an und legt den Akzent auf Massnahmen zur Emissionsreduktion im Inland. Sie soll Investitionen fördern und die Abhängigkeit vom Ausland verkleinern.

Klimaneutralität als ergeizige Variante

Die Variante 2 «Verbindliche Schritte zur Klimaneutralität» ist ehrgeiziger. Sie verfolgt ein Reduktionsziel von 50 Prozent bis 2020, falls sich die Staaten auf ein gemeinsames Klimaregime einigen. Der Akzent liegt dabei auf der Kompensation von inländischen Emissionen durch den Kauf von Zertifikaten im Ausland.

Die breit abgestützte Klima-Initiative, die Anfang Jahr eingereicht wurde, fordert, dass die Schweiz ihre CO2-Emissionen aus fossilen Energien im Inland bis 2020 um 30 Prozent verringert. Der Bundesrat lehnt diese Initiative ab. Das revidierte CO2-Gesetz soll als Gegenvorschlag dienen.

Vorschlag geht Wirtschaft zu weit

Wirtschaftsvertretern geht der Vorschlag des Bundesrats indes zu weit. Für den Nutzfahrzeugverband ASTAG ist die CO2-Abgabe auf Treibstoffe nur ein neuer «Raubzug auf das Portemonnaie der Bürger».

Auch der Automobilclub der Schweiz ACS schreibt, dass durch die CO2-Abgabe nur der Strassenverkehr verteuert werde.

(ht/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte ... mehr lesen
Ständerat und kleine Kammer kommen zu keinem gemeinsamen Nenner.
Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 2°C 2°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Basel 2°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 0°C 0°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern -1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 1°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf -3°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 0°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten