Bundesrat gegen «Offroader-Initiative»
publiziert: Freitag, 19. Dez 2008 / 17:34 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Dez 2008 / 17:59 Uhr

Bern - Der Bundesrat lehnt die Volksinitiative «für menschenfreundlichere Fahrzeuge» ab. Grund sind die Nachteile und die Tatsache, dass die meisten Ziele bei der Schadstoffreduktion und der Sicherheit ohne das Begehren erreicht werden können.

Gemöss Initiative dürften Personenwagen leer nicht schwerer als 2,2 Tonnen sein. (Symbolbild)
Gemöss Initiative dürften Personenwagen leer nicht schwerer als 2,2 Tonnen sein. (Symbolbild)
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Wie der Bundesrat mitteilte, sprach er sich im Sinne eines Vorentscheids für die Ablehnung aus.

Die sogenannte «Offroader-Initiative» verlangt strengere Abgasnormen und Regeln für den Schutz anderer Verkehrsteilnehmer.

Sie will einen maximalen Ausstoss von 250 Gramm CO2 sowie höchsten 2,5 mg Russpartikel pro Kilometer vorschreiben.

Personenwagen dürften leer nicht schwerer als 2,2 Tonnen sein und müssten über einen Schutz für andere Verkehrsteilnehmende verfügen.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung

Neue Personenwagen, welche die Forderungen nicht erfüllen, dürften nicht mehr zugelassen werden. Zudem dürfte ein grosser Teil der bereits zugelassen Personenwagen auf Schweizer Autobahnen nur noch höchstens Tempo 100 fahren.

Das würde den CO2- und den Russpartikel-Ausstoss um 2 Prozent reduzieren. Nach Ansicht des Bundesrates stehen dem weitergehende Nachteile entgegen. Die Auswahl an in Europa zugelassenen Autos würde in der Schweiz sinken. Die Umsetzung der Initiative würde Schwierigkeiten verursachen.

Das Anliegen der Initiative lasse sich mit den in der Schweiz geltenden und international abgestimmten Grenzwerten erreichen, hält der Bundesrat fest. Zudem würden diese Werte laufend verschärft. Die von den Jungen Grünen lancierte «Offroader-Initiative» ist mit 123 670 Unterschriften für gültig erklärt worden.

(bert/sda)

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Zum Glück wird es so kommen, wie ...
... es das Volk "analysiert" ... Das ist dann wohl die beste Lösung.

Wenn die Initiative angenommen werden sollte, was ich hoffe, dann werden sich einige Super-Machos fragen müssen, ob sie weiterhin mit ihren Monstern die Strassen unsicher machen und dazu die Luft noch mehr schädigen wollen oder nicht - für (zu-)viel Geld ... für so ein (Kinder-)Spielzeug - in den meisten Fällen!

Wenn die Initiative abegelehnt wird, dass ist das halt so! Das Volk hat dann entschieden - auch demokratisch !
Bravo Bundesrat
Das war mal wieder eine gut analysierte Ansicht einer Initiative. Schade, dass das in letzter Zeit nicht mehr so oft vorgekommen ist.
.
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