Bundesrat genehmigt Fluglärm-Vertrag mit Deutschland
publiziert: Mittwoch, 15. Aug 2012 / 14:33 Uhr
Der Staatsvertrag soll im September unterzeichnet werden.
Der Staatsvertrag soll im September unterzeichnet werden.

Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch den Staatsvertrag mit Deutschland im Fluglärmstreit gutgeheissen. Gleichzeitig hat er Verkehrsministerin Doris Leuthard ermächtigt, das Abkommen zu unterzeichnen.

10 Meldungen im Zusammenhang
Die Unterzeichnung sei für September geplant, teilte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit. Anfang Juli hatten sich die Verhandlungesdelegationen der Schweiz und Deutschlands nach jahrelangem Seilziehen auf den Inhalt des Abkommens geeinigt.

Für die Schweiz bedeutet der Vertrag mehr Fluglärm: Anflüge am Abend sollen künftig drei Stunden früher als heute über Schweizer Gebiet geführt werden dürfen, nämlich bereits ab 18 Uhr.

Im Gegenzug verzichtet Deutschland auf eine zahlenmässige Begrenzung für Anflüge auf den Flughafen Zürich über deutsches Gebiet. Zudem können Flugzeuge werktags bereits eine halbe Stunde früher als heute Zürich über Süddeutschland anfliegen, nämlich bereits um 6.30 Uhr.

Leuthard: Fairer Vertrag

Wie die Lasten in der Schweiz verteilt werden sollen, ist noch offen. Bis 2020 müssen laut Verkehrsministerin Doris Leuthard rund 20'000 Anflüge umgelagert werden. Ein Drittel der An- und Abflüge soll dann über der Schweiz stattfinden.

Als mögliche Option in der Vereinbarung enthalten ist der umstrittene gekröpfte Nordanflug. Dabei fliegen die Flugzeuge beim Anflug nach Zürich entlang des Rheins auf Schweizer Gebiet, bevor sie in die Anflugschneise eindrehen.

Leuthard zeigte sich im Juli mit dem Verhandlungsresultat «mittel zufrieden». Es handle sich um einen fairen Vertrag, beide Seiten seien an die Grenzen ihrer Kompromissbereitschaft gegangen. Damit der Vertrag in Kraft treten kann, müssen ihn die eidgenössischen Räte und der deutsche Bundestag ratifizieren.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Die Ratifizierung des Fluglärm-Staatsvertrags zwischen Deutschland und der Schweiz soll vorerst ausgesetzt ... mehr lesen 2
Der Staatsvertrag soll den jahrelangen Fluglärmstreit um die An- und Abflüge über süddeutsches Gebiet beenden. (Symbolbild)
Zürich - Die Akzeptanz des Flughafens Zürich ist in Süddeutschland weit grösser als ... mehr lesen
Schweiz und Süddeutschland sehen sich als Teil einer gemeinsamen Wirtschaftsregion mit Zentrum Zürich.
Brüssel/Luxemburg - Der Generalanwalt des EU-Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg hat am Donnerstag alle Argumente der Schweiz im Fluglärmstreit mit Deutschland widerlegt. Er schlug dem Gerichtshof in seinen Schlussanträgen vor, das Rechtsmittel der Schweiz zurückzuweisen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Berlin - Der Fluglärm-Vertrag kann unterzeichnet werden. Eine Woche nach der Zustimmung des Bundesrats billigte am Mittwoch auch die deutsche Regierung den Staatsvertrag mit der Schweiz, der den Flugverkehr von und nach Zürich neu regelt. mehr lesen 
Zürich - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) schlägt vor, dass der Bund künftig alleine über das Pistensystem an ... mehr lesen 1
Der Vorschlag findet sich in einem vertraulichen Diskussionspapier.
Zürich - Nach Ansicht des Zürcher Regierungsrates hat der zwischen der Schweiz und Deutschland ausgehandelte Kompromiss im Fluglärmstreit «schwerwiegende Folgen für den Kanton Zürich». mehr lesen 
Bern - Grosser Bahnhof für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried ... mehr lesen
Winfried Kretschmann zu Besuch in Bern. (Archivbild)
«Das VBS ist das beste Departement, das es gibt», sagte Verteidigungsminister Ueli Maurer in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».
«Das VBS ist das beste Departement, das es gibt», sagte ...
Kampfflugzeuge  Bern - Im Abstimmungskampf um die Gripen-Beschaffung hat Bundesrat Ueli Maurer jüngst mit dem Schweizer Fernsehen SRF gehadert. Das sei wohl ein «Vater-Reflex», die Armee sei für ihn wie ein Kind. Ein Nein zum Gripen wäre kein Grund für ihn, das Departement zu wechseln. 
Telekom-Anbieter äussern sich ablehnend  Bern - Konsumentenorganisationen begrüssen Vorschläge des Bundesrates, um den Konsumentenschutz ...  
Die Telekom-Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange äusserten sich mehrheitlich ablehnend.
Der Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis. (Archivbild)
Lösung für Grenzregionen  Bern - Der Bundesrat kommt dem Tessin und den anderen Grenzregionen entgegen: Er will die Steuerschlupflöcher für ausländische Unternehmen, ...  1
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 808
    Linke rote Socken hat doch der vom Schäfchen so hochverehrte, ehemalige KGB Funktionär im ... gestern 18:47
  • jorian aus Gretzenbach 1446
    Hallo keinschaf! Haben Sie mich vergessen? Grüsse aus Gretzenbach! gestern 15:02
  • keinschaf aus Henau 2220
    Journalisten und dunkelrote Socken. Was ich eigentlich anfangs nicht für möglich gehalten hätte, aber ... gestern 12:34
  • Midas aus Dubai 3342
    Nicht so sicher Ich bin mir nicht so sicher, ob Frau Stämpfli Sie gerne als Fan hätte : ... Sa, 19.04.14 12:35
  • keinschaf aus Henau 2220
    künftiger Fan Schreiben Sie auf keinen Fall weitere Artikel in genau dieser Form und ... Sa, 19.04.14 09:44
  • keinschaf aus Henau 2220
    Eigentlich... ..ist der ganze Hype um diesen Beitrag völlig deplatziert. Es ... Fr, 18.04.14 16:13
  • keinschaf aus Henau 2220
    Solange... ...das SRF von Zwangsgebühren leben kann, wird sich in diesem Laden nie ... Fr, 18.04.14 15:09
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2093
    Titelbild Was die Asylgesuchsteller in der CH betrifft, kommt dieses Bild der ... Fr, 18.04.14 10:31
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 2°C 13°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 3°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 1°C 17°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 4°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 2°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 17°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten