Bundesrat muss Geothermie-Projekte fördern
publiziert: Mittwoch, 7. Mrz 2012 / 16:06 Uhr
Bohrturm für Sondierbohrungen eines Geothermieprojektes.
Bohrturm für Sondierbohrungen eines Geothermieprojektes.

Bern - Der Bundesrat muss für Tiefe-Geothermie-Projekte bessere Rahmenbedingungen schaffen und sogar eine Bohrkampagne starten. Nach dem Ständerat hat am Mittwoch auch der Nationalrat zwei entsprechende Motionen angenommen.

Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
4 Meldungen im Zusammenhang
Der Bundesrat muss nun dem Parlament einen Vorschlag unterbreiten, wie er für die Investition in Tiefe-Geothermie-Projekte gute Voraussetzungen schaffen will. Er wird dies contre-coeur tun, denn er hätte es bevorzugt, im Rahmen seiner Energiestrategie 2050 das Thema zu bearbeiten. Diese skizziert die Energiezukunft der Schweiz nach dem Atomausstieg.

Bundesrätin Doris Leuthard warnte die Mitglieder der grossen Kammer eindringlich aber vergeblich vor den Kosten, die auf den Bund zukämen, wenn die Motionen von Ständerat Felix Gutzwiller (FDP/ZH) angenommen würden.

Charmeoffensive und bundeseigene Bohrungen

Dieser verlangt in seiner ersten Motion eine Geothermie-Task-Force und eine Charmeoffensive, um in Gesellschaft und Politik die Akzeptanz der tiefen Geothermie zu erhöhen. Weiter sollen beispielsweise Pilotprojekte eine rückzahlbare Anschubfinanzierung erhalten und Bewilligungsverfahren sollen vereinheitlicht und beschleunigt werden. Der Bund wird weiter aufgefordert, sich an Forschungs- und Pilotprojekten zu beteiligen.

Finanziell ins Gewicht fällt Gutzwillers zweite Motion. Darin fordert er vom Bundesrat ein Programm zur «schweizweiten Erkundung des Untergrundes» zu organisieren und zu finanzieren. Gutzwiller begründet seinen Vorschlag mit dem hohen Potenzial der tiefen Geothermie zur Stromgewinnung. Sie könne einheimischen Strom zu konkurrenzfähigen Preisen rund um die Uhr, wetterunabhängig und das ganze Jahr liefern.

Für Leuthard ist die Forderung nach einer Bohr-Offensive «gewagt». «Die Motion verlangt, dass wir Bohrungen finanzieren», sagte sie. Aber niemand sage, wie dies bezahlt werden solle. Aufgrund von Erfahrungen in St. Gallen und Zürich zeichneten sich Kosten von mindestens einer Milliarde Franken ab, warnte sie.

Der Bundesrat und eine Minderheit aus Reihen der SVP unterlagen mit 125 zu 45 Stimmen respektive mit 126 zu 48 Stimmen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Green Investment St. Gallen - Ob und in welcher Form das Geothermie-Projekt in St. Gallen weitergeführt wird, entscheidet sich erst in einem ... mehr lesen 1
Ein Entscheid des Stadtrates sei nicht vor Ende August zu erwarten.
Green Investment St. Gallen - Einen Monat nach Beginn der Bohrarbeiten für das geplante Geothermie-Kraftwerk in St. Gallen haben sich die Meissel 1900 Meter tief ins Erdinnere gefressen. Wegen des sehr harten Gesteins kamen die Arbeiten bisher weniger rasch voran als erhofft. mehr lesen 
Auch bei den Solaranlagen sieht der Ständerat Potenzial.
Bern - Einen Tag nach dem Ja zum Ausstieg aus der Atomenergie hat der Ständerat ... mehr lesen
Green Investment Als 2006 in Basel das Geothermie-Projekt in die Entscheidende Phase ging, war die Begeisterung gross. Doch als die ersten leichten ... mehr lesen
Das Herz der Anlage: Wärmetauscher, Dampfturbine, Generator.
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Immer wieder wird der Grenzwert des Feinstaubes in der Luft überschritten - schlimme Folge, Menschen sterben früher.
Immer wieder wird der Grenzwert des ...
Feinstaub  Bern - Obwohl die Luft sauberer geworden ist, werden die Grenzwerte für gesundheitsschädlichen Feinstaub in der Schweiz regelmässig überschritten. Beim Klimaschutz müsse die Lufthygiene besser berücksichtigt werden, fordern deshalb die Akademien der Wissenschaften Schweiz. 
Leuthard soll Klima-Schutzpatronin werden Bern/New York - Die Schweiz soll sich verbindliche Klimaziele setzen und die ...
Treibhausgaskonzentration laut UNO-Bericht auf neuem Rekord-Hoch Genf - Die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre ...
Letztes Aussetzen bei Klimaerwärmung befürchtet Tokio/Sydney - Die aktuelle Pause der Klimaerwärmung ist laut einer Studie ... 1
UNO-Klimagipfel - Schweiz  New York - Die Schweiz prüft die Einzahlung von 100 Millionen Dollar in den «Green Climate Fund». ...   3
Doris Leuthard.
Obama fordert mehr Engagement im Kampf gegen Klimawandel New York - Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs haben beim UNO-Klimagipfel mehr Engagement im Kampf für den ...
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 1°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 2°C 4°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 3°C 4°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 5°C 8°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 5°C 8°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 7°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 12°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten