Health Technology Assessment wird ausgebaut
Bundesrat nimmt medizinische Leistungen unter die Lupe
publiziert: Mittwoch, 4. Mai 2016 / 14:38 Uhr
Der Fokus liegt auf der Evaluation von Leistungen, die heute von der Grundversicherung bezahlt werden. (Symbolbild)
Der Fokus liegt auf der Evaluation von Leistungen, die heute von der Grundversicherung bezahlt werden. (Symbolbild)

Bern - Der Bund schaut Ärzten und Spitälern künftig genauer auf die Finger. Der Nutzen von medizinischen Leistungen und Gesundheitstechnologien soll besser überprüft werden. Sind sie nicht wirksam oder nicht effizient, muss die Krankenkasse nicht dafür bezahlen.

1 Meldung im Zusammenhang
Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, das sogenannte Health Technology Assessment (HTA) auszubauen. Der Fokus liegt auf der Evaluation von Leistungen, die heute von der Grundversicherung bezahlt werden. Damit solle eine teure Fehl- oder Überversorgungen vermieden und die Qualität der Behandlung erhöht werden, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Pilotprojekt läuft

Ein erstes Pilotprogramm 2015-2017 zur Überprüfung bestehender Leistungen läuft bereits. Der Bundesrat hat dafür im Mai 2014 insgesamt 1,8 Millionen Franken bewilligt. Die ersten drei Themen, die genauer geprüft werden, sind Kniearthroskopien, Wirbelsäuleneingriffe und Eisensubstitution bei Eisenmangel ohne Anämie.

Diese Leistungen würden in der Schweiz verhältnismässig häufig angewendet und nähmen teilweise stark zu, schreibt der Bundesrat. Der Nutzen der Behandlung für die Patientinnen und Patienten sei indes umstritten. Alle Leistungen, die von der Grundversicherung übernommen werden, müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein.

Zur Überprüfung der Leistungen wird innerhalb des Bundesamtes für Gesundheit eine HTA-Einheit geschaffen. Welche Themen überprüft und ob Leistungen nicht mehr durch die Grundversicherung vergütet werden sollen, entscheidet das Innendepartement von Bundesrat Alain Berset.

(kjc/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neuenburg - Die Ausgaben für das ... mehr lesen
Ärzte, Krankenhäuser und Heime machen 72,2 Prozent der Gesundheitsausgaben aus.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Auch das Tabata-Training macht in einer kleinen Gruppe oder mindestens zu zweit gleich viel mehr Spass und spornt an.
Auch das Tabata-Training macht in einer ...
Publinews Tabata ist eine Trainingsform, die aus kurzen Trainingsintervallen besteht. Die Trainingsmethode ist aus den 1990er-Jahren und soll die Trainierenden an ihre Grenzen bringen. mehr lesen  
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben ... mehr lesen  
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die ... mehr lesen  
Sorge bereite die Zunahme der Todesfälle wegen Überdosierungen in einigen Ländern.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 17°C 36°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 19°C 37°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 18°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 17°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 20°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 22°C 36°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 23°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten