Bundesrat bedauert Konto-Affäre
Bundesrat «respektiert» Hildebrands Entscheid
publiziert: Montag, 9. Jan 2012 / 17:19 Uhr
Philipp Hildebrand gibt an einer Medienkonferenz seinen Rücktritt bekannt.
Philipp Hildebrand gibt an einer Medienkonferenz seinen Rücktritt bekannt.

Bern - Der Bundesrat hat vom Rücktritt Philipp Hildebrands als Nationalbankpräsident Kenntnis genommen. Er respektiere diesen Entscheid und bedauere die Entwicklungen, die zur Demission geführt hätten, teilte der Bundesrat am Montagnachmittag mit.

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Philipp Hildebrand habe an der Spitze der Nationalbank seine grosse Kompetenz im Bereich der Geldpolitik unter Beweis gestellt, speziell während der jüngsten, von Krisen geprägten Zeit. Für sein grosses Engagement spreche ihm der Bundesrat den besten Dank aus.

"Der Bundesrat hofft, dass sich die Nationalbank nun wieder voll und ganz ihren Aufgaben im Dienst der Geldpolitik der Schweiz widmen kann", heisst es in der Mitteilung weiter. Des weiteren erachte es der Bundesrat als nötig, dass die Lehren gezogen würden - unter anderem auch in dem von der Nationalbank und vom Bankrat in Aussicht gestellten Sinn.

Bankiervereinigung sieht Glaubwürdigkeit der SNB gestärkt

Für die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat Philipp Hildebrand mit seinem Rücktritt die Glaubwürdigkeit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bewahrt und sogar gestärkt. Für eine Notenbank sei die Glaubwürdigkeit das wichtigste Gut.

Gleichzeitig bedauere man den Rücktritt Hildebrands, teilte die SBVg am Montag mit. Hildebrand habe grosse Verdienste für die Schweiz und den Schweizer Finanzplatz in sehr anspruchsvollen Zeiten geleistet.

Der zurückgetretene SNB-Präsident sei international bestens vernetzt, schreibt die Bankiervereinigung weiter. Daher habe er in vielen internationalen Gremien die Interessen der Schweiz optimal vertreten.

"Wir sind überzeugt, dass die Geld- und Währungspolitik der SNB erfolgreich weitergeführt wird, da die Entscheidungen dazu kollektiv innerhalb der SNB gefällt wurden", schreibt die SBVg. Daran sei unbedingt festzuhalten. Es dürfe keine "Verpolitisierung der Geld- und Währungspolitik der Schweiz geben".

(fest/sda)

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