Bundesrat stellt Menschenwürde vor Forschungsfreiheit
publiziert: Mittwoch, 21. Feb 2007 / 15:26 Uhr

Bern - Forschung am Menschen soll gegen den Widerstand der Betroffenen nicht möglich sein. Der Schutz der Menschenwürde soll vor der Forschungsfreiheit kommen. Das hat der Bundesrat nach der Auswertung der Vernehmlassung in Aussicht gestellt.

Grenzen für die Forschung.
Grenzen für die Forschung.
Auf breite und einhellige Ablehnung stiess in der Vernehmlassung zum Verfassungsartikel und zum Bundesgesetz über die Humanforschung die Abweichung von der Biomedizin-Konvention.

Nicht akzeptiert wird insbesondere, dass mit urteilsunfähigen Personen auch gegen ihren Widerstand geforscht werden darf, sofern davon eine Verbesserung ihrer Gesundheit erwartet wird.

Das Verhältnis von Menschenwürde und Forschungsfreiheit wurde kontrovers beurteilt. Für die eine Gruppe steht die Menschenwürde zu sehr im Zentrum, die Bedeutung der Forschung für die Gesundheit und die Gesellschaft komme zu wenig zum Ausdruck. Die andere Gruppe argumentiert genau umgekehrt.

Die Meinungen gehen ebenfalls auseinander, wenn es um den Umfang des Geltungsbereichs der beiden Vorlagen geht. Die einen sind der Ansicht, der Bund solle die gesamte Forschung am Menschen regeln und nicht nur die im Gesundheitsbereich, während die andern den Geltungsbereich auf die Biomedizin beschränken möchten.

Kritik über Integration weiterer Fachrichtungen

Von Seiten der Psychologie und der Sozialwissenschaften kommt auch Kritik: Die Integration ihrer Fachrichtungen sei misslungen, indem diesen die Regeln der Biomedizin einfach unmodifiziert übergestülpt worden seien.

Viele schlagen zudem vor, die Forschung mit anonymisiertem biologischem Material sowie Personendaten vom Geltungsbereich auszunehmen. Mit deren Einschluss sei kein Sicherheitsgewinn, sondern nur ein grosser Bürokratieaufwand verbunden.

Der Bundesrat hat nun beschlossen, die Formulierung des Verbots von Forschung gegen den Widerstand der Betroffenen besser an die Biomedizin-Konvention anzupassen. Es soll besser zum Ausdruck gebracht werden, dass das primäre Ziel der Schutz der Menschenwürde ist und dass die Forschungsfreiheit dabei ihre Grenzen findet.

(bert/sda)

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