Bundesrat will Energieforschung mit 202 Millionen Franken fördern
publiziert: Mittwoch, 17. Okt 2012 / 13:37 Uhr
In die Forschung der Energie soll der Bund mehr investieren als bislang.
In die Forschung der Energie soll der Bund mehr investieren als bislang.

Bern - Zur Unterstützung der Energiewende will der Bundesrat bis 2016 zusätzliche 142 Millionen Franken in die Energieforschung stecken. Die Mittel sollen unter anderem rund 30 neue Forschungsgruppen zur Energieeffizienz und zum Thema erneuerbare Energie finanzieren.

Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
10 Meldungen im Zusammenhang
Ohne eine bessere Energieeffizienz und stärkere Nutzung erneuerbarer Energien lässt sich der Ausstieg aus der Atomenergie nicht bewältigen. Daher stellt der Bundesrat der Energiestrategie 2050 einen Aktionsplan «Koordinierte Energieforschung» zur Seite, wie das Innen- (EDI) und das Volkswirtschaftsdepartement (EVD) am Mittwoch mitteilten.

Insgesamt will der Bundesrat 202 Millionen Franken zusätzlich in die Energieforschung investieren. Neu beantragt der Bundesrat einen Kredit von 142 Millionen Franken. Die restlichen 60 Millionen Franken sollen aus dem ETH-Kredit umgewidmet werden.

Mit den bereits bestehenden Mitteln stehen damit in den Jahren 2013 bis 2016 spezifisch für die Energieforschung 746 Millionen Franken zur Verfügung. Im Betrag nicht enthalten sind die Gelder, welche Universitäten und Fachhochschulen für die Energieforschung ausgeben. Diese Mittel sind nicht zweckgebunden.

Kompetenzzentren als Kernstück

Der bundesrätliche Aktionsplan sieht die Bildung sieben neuer Kompetenzzentren in Kerngebieten der Energieforschung vor. In diesen sollen verschiedene Organisationen - unter Beteiligung von Unternehmen - zu Themen wie Energieeffizienz, Energiesystemen, Strombereitstellung oder -speicherung ihre Forschung koordinieren.

Im Rahmen des Förderprogramms Energie können sich Kompetenzzentren und Hochschulen bei der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) und dem Nationalfonds (SNF) für Fördergelder für ihre Projekte bewerben. Für die neuen Kompetenzzentren, die der Bund zu maximal 60 Prozent finanziert, und die Projektfördermittel schlägt der Bundesrat einen Kredit von total 118 Millionen Franken vor.

Die KTI soll vor allem auch dafür sorgen, dass Forschungsergebnisse in Innovationen münden und dass die Privatwirtschaft in die Projekte eingebunden wird.

40 Nachwuchsprofessuren

Mit darüber hinaus beantragten 24 Millionen Franken soll ein SNF-Nachwuchsförderprogramm für die Energieforschung aufgelegt werden. Dieses Geld möchte der Bund bis 2016 für insgesamt zwölf neue Förder-Professuren in der Energieforschung ausgeben.

Das Programm soll dazu beitragen, dass in der Schweiz die nötigen Fachkräfte in der Energieforschung zur Verfügung stehen. Ganz allgemein will der Bundesrat damit aber auch dem Fachkräftemangel im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich entgegenwirken.

Neue Infrastruktur an ETH

Die Fördermittel stellt der Bundesrat in Zusammenhang mit den Krediten zu Bildung, Forschung und Innovation (BFI). Diese erhöhte das Parlament in der Herbstsession im Vergleich zum Bundesrats-Vorschlag. Bei den ETH, die in der Energieforschung führend sind, stockte das Parlament den Kredit um 103 Millionen auf. Eine weitere Erhöhung lehnt der Bundesrat daher ab.

Stattdessen sollen aber aus dem abgesegneten Kredit 60 Millionen Franken in die Energieforschung fliessen. Die ETH sollen mit dem Geld Forschungsinfrastrukturen - beispielsweise Testanlagen - aufbauen und betreiben. Zudem sollen sie neue Forschungsgruppen mit Professuren schaffen und Projekte zur Unterstützung einreichen.

Der Aktionsplan soll auch nach 2016 weiterlaufen. Dafür sieht der Bundesrat in seiner Botschaft vor, dass die Gelder in die ordentliche Finanzierung überführt werden.

An der Erforschung der Kernenergie hält der Bundesrat trotz des Atomausstieges fest. Die Forschung soll sich aber stärker auf Sicherheitsaspekte und den Rückbau der AKW konzentrieren.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Green Investment Bern - Das Bundesamt für Energie (BFE) will Fördergelder für diverse Technologien für erneuerbare Energien ... mehr lesen 1
Die Preise für Photovoltaikmodule sind zusammengebrochen.
Die ETH Zürich will zwei neue Professuren schaffen.
Zürich - Die ETH Zürich erhält von der Werner-Siemens-Stiftung zehn Millionen ... mehr lesen
Bern - Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat letztes Jahr mit 755 Millionen Franken einen Rekordbetrag in die ... mehr lesen
755 Millionen Franken flossen in die Grundlagenforschung.
Der ETH stehen für die Energieforschung mehr Geld zur Verfügung.
Green Investment Bern - Nach dem Nationalrat will auch der Ständerat mehr Geld in die Erforschung erneuerbarer Energien und der ... mehr lesen
Bern - Energieministerin Doris Leuthard hat am Stromkongress die Energiestrategie 2050 des Bundesrates verteidigt und die ... mehr lesen
Doris Leuthard sagte, an der Energiewende führe kein Weg vorbei: «Die Zukunft ist erneuerbar.»
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich - Das Nachwuchsförderprogramm «Society in Science» der ETH Zürich ist auf mehrere Jahrzehnte hinaus gesichert. Möglich wurde dies dank eines Legats in der Höhe von 100 Millionen Franken vom im Jahr 2010 verstorbenen Unternehmer und Mäzen Branco Weiss. mehr lesen 
Bern - Der Ständerat will Bildung und Forschung in den Jahren 2013 bis 2016 mit insgesamt 26 Milliarden Franken fördern. Die ... mehr lesen
Der Ständerat will den Kredit für Bildung nicht aufstocken.
Die Stromnetze etwa machen heute nur zwei Prozent der Energieforschung aus.
Bern - Der Bundesrat will mit Blick auf die Energiewende die Energieforschung ... mehr lesen 2
Bern - Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) bilden immer mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler aus. Zudem wurde seit 2011 auch der Wissens- und Technologietransfer verstärkt. Doch mehr Investitionen seien nötig, damit die ETHs weiter als Motor der Wirtschaft funktionieren können. mehr lesen 
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Die Anzeichen des Klimawandels sind bereits spürbar.
Die Anzeichen des Klimawandels sind bereits spürbar.
Aktionsplan des Bundesrats  Bern - Die Schweiz bereitet sich auf die Klimaerwärmung vor. Der Bundesrat hat am Mittwoch einen Aktionsplan verabschiedet, der unter anderem Massnahmen in der Landwirtschaft und im Tourismus beinhaltet. 
Land- und Forstwirtschaft heizen Klimawandel an Klagenfurt - Die von vielen Bauern immer intensiver betriebene Land- und Forstwirtschaft hinterlässt ...
Die Intensivierung von Land- und Forstwirtschaft hat direkte klimatische Folgen.
In der Verfassung verankern  Bern - Die FDP ortet bei der Energiestrategie des Bundesrats falsche Ansätze und bringt neue Vorschläge aufs politische Parkett. Anstatt neuer Steuern und Subventionen soll bis spätestens im Jahr 2020 eine «echte» CO2-Lenkungsabgabe in der Verfassung verankert werden.  
BAFU legt neues Reduktionsziel für CO2-intensive Betriebe fest Bern - Treibhausgasintensive Unternehmen und Anlagen sollen bis 2020 nur noch 4,9 ...
Die CO2-intensiven Unternehmen dürfen 2020 noch 4,9 Millionen Tonnen CO2 ausstossen.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2100
    Wenn... es eine seriöse Diskussion in der Öffentlichkeit über die realen ... heute 10:49
  • HeinrichFrei aus Zürich 320
    En vogue: steinerne und asphaltierte Plätze Alle sind begeistert vom neuen Sechseläutenplatz, der Zürich endlich ... heute 07:37
  • thomy aus Bern 4094
    Liebe/r music2 aus Walde ... Ich glaube jetzt nicht, dass DIESE private Mission so als Plauschreisli ... gestern 19:02
  • thomy aus Bern 4094
    Ich finde es gut, wenn ... ... Leute, wie Luzi Stamm und Kolleginnen/Kollegen, parteiübergreifend ... gestern 18:55
  • keinschaf aus Henau 2224
    Der Teaser... ...ist tendenziös. "Bundesrat Maurer rastete während des Gesprächs ... gestern 18:19
  • music2 aus Walde 42
    Vorschlag: Das nächste SVP Reisli könnte zu den Taliban führen oder zu Boko Haram. ... gestern 17:19
  • BigBrother aus Arisdorf 1428
    alle andern sind doof! Ich habe die Sendung nicht gesehen, aber darüber gelesen. Ist es denn ... gestern 11:14
  • thomy aus Bern 4094
    Leider ... stimmt dies halt auch! Jean Ziegler war und ist einer der wenigen Meinungsmacher, der sich ... Di, 22.04.14 16:39
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 8°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 9°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 10°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 10°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 8°C 21°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 11°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten