Bundesrat würdigt den verstorbenen Leon Schlumpf
publiziert: Samstag, 7. Jul 2012 / 20:54 Uhr
Schlumpfs Familie und seiner Tochter Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf sprach der Bundesrat sein Beileid aus.  (Archivbild)
Schlumpfs Familie und seiner Tochter Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf sprach der Bundesrat sein Beileid aus. (Archivbild)

Bern - Der am Samstag verstorbene alt Bundesrat Leon Schlumpf habe bei seiner Arbeit als Politiker die Menschen und die gegenseitige Verbundenheit ins Zentrum gestellt. Mit diesen Worten würdigte der Bundesrat den ehemaligen Verkehrs- und Energieminister.

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Schlumpf bleibe dem Bundesrat und der Bevölkerung als Bundespräsident, Bundesrat und engagierter Politiker auf eidgenössischer und kantonaler Ebene in bester Erinnerung. Als Bundespräsident habe Schlumpf klar gesagt, wie schweren sozialen und politischen Prüfungen zu begegnen sei, nämlich mit Gesprächen.

«Eines aber vermag keine Technologie: das Gespräch zu ersetzen, diese wertvollste Form der Kommunikation; das Gespräch als echten Meinungsaustausch, als Grundlage für Verständnis, Gemeinschaftssinn, Solidarität», zitierte die Bundeskanzlei in ihrer Mitteilung den Verstorbenen.

Schlumpfs Familie und seiner Tochter Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf sprach der Bundesrat sein Beileid aus. Er hoffe, dass die hohe Anerkennung und Wertschätzung, die der Verstorbene mannigfach habe erfahren dürfen, der Trauerfamilie nun Trost zu spenden vermöge.

Von 1980 bis 1987 im Bundesrat

Leon Schlumpf starb nach Angaben der Bundeskanzlei am Samstag im Spital in Chur. Er war 87 Jahre alt. Schlumpf war von 1980 bis 1987 Mitglied der Landesregierung und stand dem damaligen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement vor.

Schlumpf wurde am 3. Februar 1925 in Felsberg GR geboren. Vom 1966 bis 1974 vertrat er - damals als SVP-Politiker - seinen Kanton im Nationalrat, ab 1974 und bis zur Wahl in den Bundesrat im Ständerat. Am 5. Dezember 1979 wurde Schlumpf in den Bundesrat gewählt. 1984 war er Bundespräsident. Ende 1987 trat er zurück.

Seine landesweite Popularität verdankte Schlumpf der Tätigkeit als Preisüberwacher des Bundes, die er vom 1. Juli 1974 bis Ende 1978 ausübte. Nach seinem Rücktritt aus dem Bundesrat engagierte sich Leon Schlumpf unter anderem bei der Pro Infirmis und im Vorstand der Organisation Patenschaft für Berggemeinden.

(knob/sda)

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