Bundesratswahlen: Die SVP bläst zum Angriff
publiziert: Montag, 16. Aug 2010 / 21:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Aug 2010 / 08:10 Uhr
Der Entscheid fiel mit 48 zu 2 Stimmen, wie Fraktionschef Caspar Baader sagte.
Der Entscheid fiel mit 48 zu 2 Stimmen, wie Fraktionschef Caspar Baader sagte.

Bern - Die SVP tritt mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin zu den Bundesratswahlen an. Dies hat die SVP-Fraktion am Montagabend beschlossen. Sie folgte damit den Empfehlungen der Parteistrategen.

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Der Entscheid fiel mit 48 zu 2 Stimmen, wie Fraktionschef Caspar Baader vor den Medien in Bern sagte. Eine Verletzung der Konkordanz sieht die SVP in ihrem Vorgehen nicht: Sie begründet den Anspruch auf einen weiteren Bundesratssitz damit, dass Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gegen den Willen der SVP als deren Vertreterin gewählt wurde.

Im Gegensatz zu anderen Parteien, welchen Ähnliches widerfahren war, akzeptierte die SVP dies nicht und schloss Widmer-Schlumpf aus der Partei aus. Auf die Ereignisse rund um die Abwahl von Christoph Blocher und die Wahl Widmer-Schlumpfs möchte die SVP aber nicht mehr näher eingehen, wie ihre Vertreter sagten.

«Was zählt ist, dass die SVP die wählerstärkste Partei ist», sagte Baader. Damit habe sie Anspruch auf einen weiteren Sitz. Das «SVP-Gedankengut» sei im Bundesrat untervertreten.

Angriff auf SP- und FDP-Sitz

Die SVP tritt am 22. September zunächst gegen den oder die Bundesratskandidaten der SP an. Ist sie damit nicht erfolgreich, greift sie auch den FDP-Sitz an. Dieses Vorgehen sei in der Fraktion nicht umstritten gewesen, sagte Baader.

Wen die SVP zur Wahl vorschlägt, steht noch nicht fest. Die Kantonalparteien sind eingeladen, bis zum 31. August mögliche Kandidaten oder Kandidatinnen vorzuschlagen. Die Fraktion will bis am 14. September entscheiden. Bis dahin will die SVP mit den anderen Parteien bilaterale Gespräche führen.

Von den Parteistrategen wird Caspar Baader als möglicher Kandidat genannt. Er wollte sich am Montag noch nicht festlegen. «Wir haben nicht über Kandidaten gesprochen», sagte Baader. Er verwies weiter darauf, dass er ein Geschäft habe. Explizit ausgeschlossen hat er eine Kandidatur jedoch nicht.

(sl/sda)

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hoffnungslos
Sisyphos lässt grüssen!
die SVP hört nur auf sich selbst
Wollen Sie da etwa jemandem unterstellen, er sei Sozialhilfebezüger?
Aber die SVP hört ja sowieso auf niemanden einer anderen politischen Gesinnung. Da kann der so reich sein wie er will.

Sachlich finde ich es auch absolut dumm, was die SVP wieder für ein Affentheater abzieht. Wenn sich die SVP ständig so aufführt werden die anderen Parteien erst recht sagen, dass sich die SVP zuerst kooperativ verhalten soll, bevor sie einen weiteren Bundesrat kriegt. Die abenteuerliche Argumentation, die Frau Schlumpf der Linken zurechnet tut ein Übriges um die SVP zu disqualifizieren.

Einen Nutzen wird eie SVP trotzdem ziehen können, man spricht schon wieder von ihr und sie kann sagen, dass die anderen Parteien sie benachteiligen würden und so wieder einmal das Opfer spielen.
Wer hört schon auf einen Sozialhilfebezüger
wenn es sich um Bundesratswahlen handelt.
Wie zu erwarten war..
...die nächste pure Dummheit der Schweizerischen Volldeppen Partei.
Dann wird sie sicher auch noch ihr "bestes Pferd" Baader verheizen in dieser völlig sinnlosen Aktion.
Wie dumm muss man sein. Und das haben die Parteistrategen empfohlen?? Das wäre ja dann Mörgeli und Blocher.

Leider driftet die SVP immer mehr ins Lächerliche und unfassbar Dumme ab.

Die anderen Parteien können eigentlich nur dankbar sein für diese witzlose Strategie der SVP. Damit werden sie alle "Verbündete" gegen die SVP Sprengkandidatur, da ja ein SP und ein FDP Sitz zur Neubesetzung anstehen.

Nochmals, wie dumm müssen die SVP'ler sein, bzw. die Entscheidungsträger? Die Parteibasis wird dies sicher nicht gut finden. Aber eben...sagen darf man ja nichts...
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