Bundesversammlung wählt Bundesrichter
publiziert: Mittwoch, 20. Jun 2007 / 10:10 Uhr

Lausanne - Die Bundesversammlung hat Jérôme Candrian ans Bundesverwaltungsgericht und Patrick Robert-Nicoud ans Bundesstrafgericht gewählt. Alex Staub und Andreas Keller wurden mit dem Präsidium des Bundesstrafgerichts betraut.

Mit Ausnahme Kellers wurden die Kandidaten von allen Fraktionen unterstützt.
Mit Ausnahme Kellers wurden die Kandidaten von allen Fraktionen unterstützt.
Der der FDP nahestehende 43-jährige Romand Candrian ist Lehrbeauftragter für öffentliches Recht an der Universität Lausanne. Er wurde mit 183 von 186 gültigen Stimmen gewählt. Er ersetzt Pierre Leu.

Der 40-jährige bernische Untersuchungsrichter Robert-Nicoud war Kandidat der SVP und erhielt 143 von 154 gültigen Stimmen. Er wurde an die Stelle von Bernard Bertossa gewählt, der in Pension geht.

Staub wurde mit 173 von 181 gültigen Stimmen zum Präsidenten des Bundesstrafgerichts für die Jahre 2008 und 2009 bestimmt, Keller zum Vizepräsidenten mit 151 von 159 gültigen Stimmen. Mit Ausnahme Kellers wurden die Kandidaten von allen Fraktionen unterstützt. Bei Keller fehlte die SVP-Fraktion.

Begnadigung abgelehnt

Zuvor hatte die Bundesversammlung die Begnadigung des ehemaligen Chefs der ETH-Haustechnik in Lausanne abgelehnt. Das Bundesstrafgericht hatte den 62-Jährigen unter anderem wegen Bestechung zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Mann hatte zwischen 1985 und 2002 von Handwerkern für die Vergabe von Aufträgen rund 270 000 Franken Schmiergelder kassiert. Nachdem ihm Anfang Jahr vom Bundesrat bereits ein Aufschub des Stafvollzugs gewährt worden war, machte er nun vor der Bundesversammlung seinen schlechten Gesundheitszustand geltend.

(ht/sda)

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