Gold für den Esten Andrus Veerpalu
Burgermeister bester Schweizer Langläufer seit Calgary
publiziert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 22:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 23:10 Uhr

Salt Lake City - Reto Burgermeister lieferte die bisher beste Schweizer Langlauf-Leistung ab. Burgermeister wurde über 15 km in der klassischen Technik Neunter und verpasste ein olympisches Diplom um nur zehn Sekunden. Gold holte der Este Andrus Veerpalu.

Nicht nur die beiden Esten Andrus Veerpalu und Jaak Mae mit ihrer Gold- und Bronzemedaille über 15 km klassische haben bei diesen Olympischen Winterspielen eine Überraschung geschaffen. Auch Reto Burgermeister trumpfte gross auf. Der Zürcher Oberländer bestätigte sein Potenzial mit dem 9. Rang. So gut ist seit Calgary 1988 kein Schweizer Langläufer mehr gewesen.

Vor 14 Jahren hatte Andy Grünenfelder über 50 km die Bronzemedaille gewonnen. Seither resultierten bei Grossanlässen zwei 13. Ränge durch Giachem Guidon und Jeremias Wigger. Seither sind sogar im Weltcup Top-ten-Resultate von Schweizer Langläufern eine Rarität.

Das Maximum herausgeholt

Aufgrund seiner Erfahrungen aus dem Training hatte Reto Burgermeister die Vorsicht zu seiner Maxime erhoben. Der Zürcher Oberländer ging die schwere Strecke mit grösster Vorsicht an. Dort, wo auch der Olympiasieger Andrus Veerpalu die Entscheidung suchte, drehte Burgermeister auf: in der langen Steigung zwischen dem 7. und 8. Kilometer. Danach spielte der einzige Schweizer Teilnehmer seine Kräfte auf einem optimal vorbereiteten Ski aus.

«Ich habe aus meinem Rennen das Optimum herausgeholt. Mehr war nicht möglich. Ich kam mit der letzten Energie ins Ziel. Es hat sich gelohnt, dass ich auf diesen Wettkampf gesetzt habe», meinte «Burgi», der im Ziel die Gratulationen vom UNO-Sonderbotschafter Dölf Ogi und von Duri Bezzola entgegennehmen durfte, dem Präsidenten von Swiss Ski.

Kanpp drei Stunden zuvor hatte erneut auch Natascia Leonordi Cortesi überzeit. Sie hatte am Vortag noch befürchtet, sich auf der Loipe wie eine Touristin zu bewegen, weil sie von ihrem 15-km- Einsatz vom Samstag her noch Muskelkater verspürte. Bei ihrem zweiten Olympia-Einsatz dieser Spiele schmerzten die Tessinerin dann nur noch die Beine. Dennoch war sie in der Lage, mit einer unerwartet guten Leistung aufzuwarten. Mit ihrem 17. Rang egalisierte sie beiahe ihr Ergebnis vom Samstag, als sie 16. geworden war.

Bei ihrem Olympia-Debüt musste hingegen Laurence Rochat eine herbe Enttäuschung einstecken. Die Westschweizerin gab nach 5 km wegen Atembeschwerden auf. Schon im Dezember hatte sie Probleme mit ihrer Atmung bekundet. Nach einer Behandlung beim Mannschaftsarzt Dr. Beat Villiger schienen diese indessen behoben. Auch im Training in Soldier Hollow beklagte sich Rochat nie, dass die Symptome wieder aufgetreten wären.

Estland im Olympia-Taumel

Erstmals in seiner noch jungen Geschichte ist Estland dank Andrus Veerpalu und Jaak Mae zu olympischen Auszeichnungen gekommen. Veerpalu hatte sich schon an Weltmeisterschaften ausgezeichnet (2. vor drei Jahren in Ramsau über 50 km, Weltmeister im letzten Winter über 30 km). Der Spezialist der klassischen Lauftechnik schaffte es, sich genau wieder im richtigen Moment in Form zu bringen, obwohl sein Saisonstart durch eine Knöchelverletzung beeinträchtigt gewesen war.

Noch im Zielraum erhielt Veerpalu per Handy die Glückwünsche des Premierministers seines Landes. Jaak Mae auf Platz 3 vervollständigte das Esten-Festival, unter dem in erster Linie die Norweger litten, die sich mit Silber durch Frode Estil bescheiden mussten. Nach seiner Aufgabe am Samstag schaffte es der oft genannte Favorit Per Elofsson (Sd, 5.) auch im zweiten Anlauf nicht auf das Podium. Salt Lake City. Langlauf. Männer. 15 km (klassische Technik):

1. Andrus Veerpalu (Est) 37:07,4. 2. Frode Estil (No) 36,0. 3. Jaak Mae (Est) 43,4. 4. Anders Aukland (No) 1:00,9. 5. Per Elofsson (Sd) 1:03,4. 6. Erling Jevne (No) 1:06,2. 7. Witali Denisow (Russ) 1:10,5. 8. Magnus Ingesson (Sd) 1:31,1. 9. Reto Burgermeister (Sz) 1:41,8. 10. Sergej Nowikow (Russ) 1:41,9.
11. Michail Iwanow (Russ) 1:43,9. 12. John Bauer (USA) 1:48,3. 13. Roman Wirolainen (WRuss) 1:55,0. 14. Axel Teichmann (De) 1:57,9. 15. Andreas Schlütter (De) 2:11,8. -- 66 klassiert.

(ba/sda)

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