Eröffnung des 44. Weltwirtschaftsforums
Burkhalter begrüsst WEF und betont Vermittlerrolle der Schweiz
publiziert: Mittwoch, 22. Jan 2014 / 19:59 Uhr
Begrüssungsrede von Bundespräsident Didier Burkhalter.
Begrüssungsrede von Bundespräsident Didier Burkhalter.

Davos - Bundespräsident Didier Burkhalter hat zur Eröffnung des 44. Weltwirtschaftsforums WEF in Davos die vermittelnde Rolle der Schweiz in internationalen Konflikten betont. Speziell sprach er in seiner Willkommensrede auch das Problem Jugendarbeitslosigkeit an.

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Die gleichzeitig wie das WEF stattfindende Syrienkonferenz in Montreux VD ist gemäss Burkhalter ebenso ein Beispiel für die internationale Vermittlerrolle der Schweiz wie die Iran-Gespräche, die vergangenes Jahr in Genf stattfanden.

Vor seinem Auftritt in Davos hatte der Bundespräsident und Chef des Aussendepartements am Genfersee am Beginn der Syrienkonferenz teilgenommen. An der offiziellen WEF-Eröffnung am Mittwochabend war neben anderen Staats- und Regierungschefs der iranische Präsident Hassan Ruhani anwesend.

«Wir sind bereit, unsere Rolle in diesen Bemühungen zu spielen, wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und unseren Beitrag zu leisten», sagte Burkhalter am Mittwochabend im Davoser Kongresszentrum. Er erinnerte daran, dass die Schweiz dieses Jahr den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) inne hat.

Globale Krisen liessen sich nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Staaten angehen, sagte Burkhalter. Der Schweizer Chefdiplomat sprach die Themen an, die auch dem WEF 2014 zugrunde liegen: Sicherheit, Stabilität und Frieden, Umweltfragen, Klimaschutz, der Zugang zu Wasser und Nahrung, aber auch Verkehr, Energie und Gesundheit.

Brücken und Tunnels

Die Schweiz hat gemäss den Worten von Burkhalter in ihrer Geschichte nicht nur Tunnels für Verkehrswege gebaut, sondern auch Brücken - auch solche zwischen Staaten und Menschen. Bei einem der aktuell drängendsten Probleme des Planeten, der Jugendarbeitslosigkeit, sei die Schweiz bereit, einen Beitrag zu leisten.

«Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein Krebsgeschwür in der Gesellschaft. Die menschlichen und die gesellschaftlichen Folgen sind dramatisch», sagte Burkhalter vor den Gästen an der WEF-Eröffnungszeremonie.

Er pries zudem den erfolgreichen Forschungsstandort Schweiz und das duale Bildungssystem des Landes, das eine Verknüpfung von Ausbildung und Wirtschaft ermögliche. Die Schweiz sei bereit, mit ihrer Erfahrung in der Berufsbildung ihren Beitrag für die Integration der Jugendlichen in die Arbeitswelt zu leisten.

Hommage an Mandela

Mit Blick auf die Geschichte erinnerte Burkhalter daran, dass sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges 2014 zum 100. Mal und der Beginn des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal jährt. Es sei aber auch 25 Jahre her, dass die Berliner Mauer gefallen sei und 20 Jahre, dass in Südafrika die Rassentrennung offiziell beendet wurde.

«Es erscheint immer unmöglich, bis man es gemacht hat», zitierte Burkhalter den südafrikanischen Anti-Apartheidkämpfer und ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela, der im Dezember verstarb. Der Mauerfall und das Ende der Apartheid hätten Millionen die Freiheit gebracht; Auch in Davos und in Montreux gehe es darum, eine bessere Welt zu schaffen, sagte Burkhalter.

In seinen Begrüssungsworten zollte auch WEF-Gründer Klaus Schwab dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Tribut. Mandela, Gast an früheren WEF-Treffen, wurde während der Eröffnungsfeier gedacht, indem sich die Anwesenden von ihren Plätzen erhoben.

(bert/sda)

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Es wäre nach der Kriegsmaterialverordnung nicht erlaubt Rüstungsgüter an Staaten zu liefern wie Saudiarabien und die USA die in einen „bewaffneten Konflikt verwickelt sind“ oder an Länder welche „die Menschenrechte systematisch und schwerwiegend verletzen“. Trotzdem bewilligen die Damen und Herren von Bern weiter Kriegsmateriallieferungen an Regimes die foltern, an Saudiarabien, die Türkei und die Arabischen Emirate und an Nato Staaten die in den letzten Jahren immer wieder Kriege geführt haben, in Afghanistan, im Irak, in Libyen, Mali usw.

Nahezu 4000 Menschen wurden bereits durch US Drohnen in Pakistan, Jemen und Somalia im sogenannten „Krieg gegen den Terror“ getötet und über 2000 verwundet. Die USA“ massen sich das „Recht“ an Verdächtige ohne Prozess in anderen Länder mit Drohnen hinzurichten. Der Film „Die Wunden von Waziristan“ von Madiha Tahir beschreibt den Terror den die US-Regierung mit ihren Killerdrohnen gegen die Bevölkerung dieser Region im Nordwesten Pakistans tagtäglich ausübt. http://www.youtube.com/watch?v=eDy4zqZ0pEo
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