«Tief betroffen»
Burkhalter besucht Ouagadougou
publiziert: Montag, 7. Mrz 2016 / 15:03 Uhr / aktualisiert: Montag, 7. Mrz 2016 / 15:29 Uhr
«Tief betroffen» zeigte sich Burkhalter in einer Rede.
«Tief betroffen» zeigte sich Burkhalter in einer Rede.

Bern - Bundesrat Didier Burkhalter hat am Montag in Ouagadougou den Ort besucht, an dem im Januar bei einem Terror-Anschlag unter anderem zwei Schweizer starben. «Tief betroffen» zeigte sich Burkhalter in einer Rede.

3 Meldungen im Zusammenhang
«Diese Betroffenheit ist verbunden mit dem festen Willen, die Opfer nicht zu vergessen», sagte der Aussenminister am Montag laut einer Mitteilung des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Am 15. Januar hatten mehrere Kämpfer ein Hotel und ein Restaurant in der Hauptstadt von Burkina Faso angegriffen und dabei insgesamt 30 Menschen getötet, die meisten davon Ausländer. Unter den Verstorbenen waren die beiden Walliser Jean-Noël Rémy und Georgie Lamon. Sie waren für ein Hilfsprojekt im Land - daran wolle er im Besonderen erinnern, sagte Burkhalter.

Auf Schulbesuch

Die Schweizer Hilfe im westafrikanischen Land war denn auch Thema des Besuchs von Burkhalter. Er liess sich über die Arbeit der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit informieren, die sich vor allem auf die Grund- und Berufsbildung konzentriert. Am Nachmittag stand ein Besuch in zwei von der Schweiz unterstützten Grundschulen auf dem Programm.

Unter anderem dank dem Schweizer Engagement besuchten mehr Kinder in Burkina Faso die Schule und schlössen diese auch ab, heisst es in der Mitteilung. Zudem habe sich die Alphabetisierungsrate in den letzten Jahren von 28 auf 34 Prozent erhöht.

Über das Schweizer Engagement diskutierte Burkhalter auch mit seinem burkinischen Amtskollegen Alpha Barry. Daneben sprachen die beiden über die politische Situation und die Sicherheitslage in der Region. Neben dem Aussenminister traf Burkhalter auch den erst kürzlich gewählten Staatspräsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré.

Heikles Thema Goldminen

Bei den Gesprächen ging es aber auch um einen heiklen Punkt der bilateralen Beziehungen zwischen Bern und Ouagadougou. Die Nichtregierungsorganisation Erklärung von Bern (EvB) hatte im September das Tessiner Unternehmen Valcambi beschuldigt, Gold aus burkinischen Minen zu raffinieren, in denen Kinder arbeiten müssen. Valcambi selbst bestreitet die Vorwürfe.

Burkhalter forderte bei seinem Besuch, dass die Arbeitsbedingungen in den Goldminen des Landes verbessert würden, sagte ein EDA-Sprecher am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der Aussenminister habe Burkina Faso vorgeschlagen, den «Freiwilligen Grundsätzen für Sicherheit und Menschenrechte» zuzustimmen. Diese Initiative richtet sich an multinationale Bergbauunternehmen.

(nir/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Abuja - Die Schweiz soll rund 321 Millionen Dollar des ehemaligen nigerianischen Machthabers Sani Abacha an ... mehr lesen 1
Burkhalter wollte ein neues Generalkonsulat in der Wirtschaftsmetropole Lagos eröffnen.
In der Kathedrale fand eine Gedenkfeier statt.
Sitten - Über 1000 Trauergäste haben am Freitag in der Kathedrale von Sitten von den beiden bei Terror-Anschlägen in Burkina Faso ... mehr lesen
Ouagadougou - Hunderte Menschen haben in Burkina Faso mit einem Trauermarsch der Opfer eines Anschlags von Dschihadisten ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem ... mehr lesen
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 11°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
St. Gallen 10°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 9°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 11°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 11°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig bewölkt, etwas Regen
Lugano 14°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten