Ukraine
Burkhalter skeptisch über Waffenruhe in der Ukraine
publiziert: Montag, 8. Sep 2014 / 14:40 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Sep 2014 / 15:29 Uhr
Bundespräsident und OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter
Bundespräsident und OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter

Genf - Bundespräsident und OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter ist skeptisch, was die Waffenruhe in der Ukraine angeht. Diese reiche nicht aus, sagte er am Montag in Genf. Er sei nicht optimistisch, was die Lage in der Ukraine betreffe.

7 Meldungen im Zusammenhang
Er sei von Anfang an wenig optimistisch gewesen, sagte Burkhalter vor dem Schweizer Presseclub in Genf. «Eine Waffenruhe allein genügt nicht», meinte der Bundespräsident. Sie könne nur Bestand haben, wenn ein politischer Prozess in Gang gesetzt werde.

So brauche es einen nationalen Dialog zwischen den Konfliktparteien innerhalb der Ukraine. Zudem müsse der Dialog zwischen dem ukrainischen und dem russischen Präsidenten fortgeführt werden. «Wir sind bereit zu helfen, wenn nötig, indem wir ein Treffen organisieren», sagte Burkhalter, der zurzeit auch Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist.

Keine Ängste nähren

Auf die Frage, ob die Krise in der Ukraine in einen neuen globalen Konflikt eskalieren könne, sagte Burkhalter, man müsse realistisch sein. «Hundert Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges will ich keine Ängste nähren.»

Es gebe allerdings «alte, sehr tiefsitzende Probleme und Schwierigkeiten in der europäischen Sicherheitsarchitektur». Dies bedeute nicht, dass er die Vision eines neuen Weltkrieges teile, sagte der Bundespräsident. «Ich bin überzeugt, dass wir eine Lösung für den Konflikt finden können, und dafür müssen wir mit Russland diskutieren.»

Nur mit Sanktionen lasse sich der Konflikt nicht lösen. «Die Sanktionen können dazu dienen, alle Beteiligten an einen Verhandlungstisch zu bringen, aber es braucht einen Dialog auf nationaler und internationaler Ebene, um alle Fragen anzugehen», sagte Burkhalter.

Er hoffe, dass ein Gefangenenaustausch zwischen den Regierungstruppen und den prorussischen Separatisten so bald wie möglich stattfinden könne, wie dies in der Vereinbarung zur Waffenruhe festgehalten sei. «Wir wären glücklich, wenn das noch diese Woche passieren würde», sagte Burkhalter.

(asu/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kiew - Die Schweiz ist bereit, im ... mehr lesen
Burkhalter will zehn weitere Beobachter in die Ukraine schicken.
Martialische Worte des ukrainischen Präsidenten Poroschenko: «Der Feind wird eine vernichtende Niederlage erleiden.»
Donezk - Die prorussischen Separatisten in der Ukraine haben Präsident Petro Poroschenko zufolge 1200 gefangene Soldaten freigelassen. Poroschenko gab die Zahl am Montag bei einem ... mehr lesen
Donezk - Trotz einer vereinbarten ... mehr lesen
Die Waffenruhe muss von einer unabhängigen Seite kontrolliert werden. (Symbolbild)
Donezk - Die vereinbarte Feuerpause in der Ostukraine bleibt trotz der Friedensbeteuerungen der Konfliktparteien brüchig. Der Amtierende OSZE-Vorsitzende, Bundespräsident Didier Burkhalter, rief die OSZE-Staaten auf, die Ukraine-Monitoring-Mission (SMM) zu erweitern. mehr lesen  1
Heidi Tagliavini war als Vermittlerin der Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OSZE) in die Verhandlungen in der weissrussischen Hauptstadt Minsk involviert.
Bern - Die Schweizer OSZE-Diplomatin Heidi Tagliavini setzt grosse Hoffnungen in das Abkommen, das zu einer Waffenruhe in der Ukraine geführt hat. Die ersten Tage bei der Umsetzung ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Burkhalter in Berlin.
Berlin - Bundespräsident und OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter hat in Tallinn den Weg zu einer stabilen Friedenslösung für die Ukraine skizziert. «Keinen Sieger und keinen ... mehr lesen 6
Der...
grundsätzliche Fehler war, dass die Ukraine es nicht geschafft hat, einen Präsidenten und Parlament zu haben, die die Interessen der gesamten Ukraine berücksichtigten. Die Ukraine was schon immer ein gespaltenes Land.
Aber, indem die EU einen nationalistischen, anti-russischen Präsidenten an die Macht gebracht hat, ist das Land zerbrochen. Die Teilung der Ukraine dürfte daher nicht mehr aufzuhalten sein. Die Menschen im Osten, die von Poroschenkos Truppen beschossen und belagert werden, werden Kiew nie wieder vertrauen.
Und richtig, V. Putin nutzt die gegenwärtige Lage kaltblütig aus.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 11°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 11°C 16°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 10°C 14°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 11°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Luzern 11°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 12°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 15°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten