Burns fordert Abzug Syriens
publiziert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 17:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 18:30 Uhr

Beirut - Nach dem tödlichen Anschlag auf Libanons früheren Regierungschef Rafik Hariri haben die USA den Druck auf Syrien erhöht. Der US-Nahost-Sondergesandte William Burns forderte Syrien zum "sofortigen und vollständigen" Truppenabzug aus Libanon auf.

William Burns pocht auf Resolution 1559.
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Damaskus müsse seine Truppen "vollständig und unverzüglich" aus dem Nachbarland zurückholen. Burns verwies darauf, dass der UNO-Sicherheitsrat im September 2004 in der Resolution 1559 den Abzug Syriens forderte.

In der Folge wurden rund 3000 Soldaten abgezogen. Derzeit sind aber weiterhin etwa 14 000 syrische Soldaten im Libanon stationiert, den die Regierung in Damaskus als Teil ihrer Einflusssphäre betrachtet. Die ersten syrischen Soldaten waren nach Ausbruch des Bürgerkriegs im Nachbarland (1975-1990) dort stationiert worden.

"Herr Hariris Tod sollte dem Ziel eines freien, unabhängigen Libanon neuen Auftrieb geben", sagte Burns am Rande der Trauerfeierlichkeiten für Hariri in Beirut.

Die US-Regierung hatte am Dienstag ihre Botschafterin in Syrien zu dringenden Konsultationen nach Washington zurückgerufen.

Unterstüzung durch Iran

Angesichts des zunehmenden Drucks auf Syrien sicherte Iran zu, Damaskus "in allen Punkten gegen Bedrohungen zu helfen". Dies sagte Irans Vize-Präsident Mohammed Resa Aref nach einem Gespräch mit Syriens Ministerpräsident Nadschi al-Otari.

Otari betonte, das Treffen finde zu einer sensiblen Zeit statt. Angesichts der anstehenden "Herausforderungen" für beide Länder sei es wichtig, eine "gemeinsame Front" zu bilden.

Syriens Botschafter in den USA sagte dem US-Sender CNN, die Allianz sei gegen niemanden, auch nicht die USA, gerichtet. Vielmehr bemühe sich Syrien um eine Verbesserung der Beziehungen zur US-Regierung.

(bert/sda)

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