Granaten-Angriffe in Burundi während UNO-Besuch
Burundi will 1200 politische Gefangene freilassen
publiziert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 13:09 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 19:55 Uhr

Bujumbura - Burundis Präsident Pierre Nkurunziza will mindestens 1200 politische Gefangene freilassen. Er sei zudem zum Dialog mit der Opposition bereit, sagte Nkurunziza am Dienstag nach einem Gespräch mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in der Hauptstadt Bujumbura.

4 Meldungen im Zusammenhang
Das Präsidialamt teilte später mit, die Zahl der Freilassungen könne bis auf 2000 politische Gefangene ansteigen.

Er sei mit dem Ausgang der Gespräche zufrieden, sagte Ban während einer gemeinsamen Medienkonferenz. Der Generalsekretär befindet sich auf einem zweitägigen Besuch in Burundi, um eine weitere Eskalation der politischen Krise zu verhindern. Ban wollte während des Besuchs auch mit Vertretern der Opposition zusammentreffen.

Seit Nkurunziza im April vergangenen Jahres angekündigt hatte, sich entgegen den Verfassungsbestimmungen für eine dritte Amtszeit zu bewerben, steckt das ostafrikanische Land in einer tiefen Krise. Seither wurden mehr als 400 Menschen getötet, die Mehrheit davon von Sicherheitskräften. Rund eine Viertelmillion Menschen sind in Nachbarländer geflohen. Ein Bürgerkrieg in Burundi mit rund 300'000 Toten ging erst 2005 zu Ende.

Granaten-Angriffe während Bans Besuch

Während des Besuchs des UNO-Generalsekretärs wurde die Hauptstadt Bujumbura erneut von Granaten-Angriffen erschüttert. In der Nacht auf Dienstag explodierten zehn Granaten in mehreren Stadtvierteln.

Rund ein Dutzend Menschen seien dabei verletzt worden, darunter auch zwei Soldaten, teilte ein ranghoher Polizeivertreter am Dienstag mit. Die meisten Granaten seien auf unbelebten Plätzen explodiert. Bei den Angreifern handle es sich also um "Kriminelle", die den UNO-Generalsekretär davon überzeugen wollten, dass es in Burundi "keine Sicherheit" gebe, obwohl dort "alles unter Kontrolle" sei.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - In Burundi soll eine verstärkte internationale Präsenz etabliert werden. Dafür hat sich der Schweizer ... mehr lesen
Jürg Lauber berichtet, das sich das Land nur langsam vom Bürgerkrieg erholt.
Pierre Nkurunziza löste die Krise im April 2015 aus.
Genf - Die Krise in Burundi droht ... mehr lesen
Nairobi - Die Regierung im ostafrikanischen Burundi hat die angekündigte Entsendung tausender Sicherheitskräfte durch die ... mehr lesen
Die Ankündigung des burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza, für ein drittes Mandat anzutreten, hatte das ostafrikanische Land im Frühjahr in eine tiefe Krise gestürzt.
Burundi: Angreifer wollten Ausrüstung der Armee stehlen, um damit Gefangene zu befreien. (Symbolbild)
Bern - Bei einer blutigen Welle der Gewalt im ostafrikanischen Burundi sind seit vergangenem Freitag mindestens 87 Menschen ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen Kalten Krieg will er trotz mehr Präsenz im Osten vermeiden. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 16°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 15°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 15°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 17°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter freundlich
Genf 14°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten