Bush: Kein Palästinenserstaat bis 2005
publiziert: Samstag, 8. Mai 2004 / 08:21 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush hat die von der Road-Map für das kommende Jahr anvisierte Gründung eines Palästinenserstaats in Zweifel gezogen. Das vom Nahostfahrplan als Termin genannte Jahr 2005 sei nicht mehr so realistisch.

Bush steht international in der Kritik, weil er Scharon-Plan offen unterstützt.
Bush steht international in der Kritik, weil er Scharon-Plan offen unterstützt.
Vor einem Jahr wurde der Friedensplan von dem aus den USA, der EU, Russland und der UNO bestehenden Nahost-Quartett ins Leben gerufen. Er sieht die Gründung eines palästinensischen Staatswesen bis 2005 vor.

Dieses Datum sei möglicherweise schwierig, weil es schon sehr bald sei. Dennoch müsse mit aller Kraft auf einen eigenständigen Palästinenserstaat hingewirkt werden, sagte Bush in einem Interview mit der ägyptischen Zeitung El Ahram.

Die Schaffung eines Palästinenserstaats müsse einer Lösung der schwierigsten Punkte in den israelisch-palästinensischen Verhandlungen vorausgehen, sagte Bush in dem Interview weiter.

Bush war international kritisiert worden, weil er kürzlich den Scharon-Plan offen unterstützt hatte. Dieser unterlaufe die Road-Map, da er die Rechte der Palästinenser missachte, sagten Kritiker. Scharon hatte den Rückzug aus Gaza angekündigt. Wichtige jüdische Siedlungen im Westjordanland sollten jedoch in israelischen Händen bleiben.

(rr/sda)

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