Bush bedauert Schüsse auf Geisel-Konvoi
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 09:43 Uhr

Rom - Die USA haben eine umfassende Untersuchung der Schüsse auf den Konvoi der italienischen Ex-Geisel Giuliana Sgrena zugesagt. In einem Telefonat mit Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi kündigte US-Präsident George W. Bush umfassende Ermittlungen an.

George W. Bush will Klarheit über den Vorfall.
George W. Bush will Klarheit über den Vorfall.
Zugleich übermittelte er sein Beileid, wie das Weisse Haus mitteilte. Sgrenas Wagen war unmittelbar nach ihrer Freilassung von US-Soldaten in Bagdad an einer Kontrollstelle beschossen worden. Die 56-Jährige Journalistin wurde dabei verletzt, ein italienischer Geheimdienstmitarbeiter getötet.

Berlusconi sprach von beunruhigenden Fragen, die der Vorfall in Bagdad aufwerfe. "Jemand muss die Verantwortung übernehmen", sagte der Regierungschef. Sgrena sei in einer kurzen Operation ein Munitionssplitter aus der linken Schulter entfernt worden.

Der getötete Geheimdienstmitarbeiter Nicola Calipari habe sie mit seinem Körper geschützt, als die Soldaten geschossen hätten. Durch den Tod eines mutigen Menschen sei der freudige Moment der Freilassung von tiefem Schmerz überschattet, sagte Berlusconi. Ein weiterer Geheimdienstler wurde verletzt.

Der Konvoi sollte die Journalistin nach ihrer Befreiung aus der Gewalt ihrer Entführer zum Bagdader Flughafen bringen. Nach Angaben ihrer Zeitung Il Manifesto ereignete sich der dramatische Zwischenfall an einem Kontrollposten der multinationalen Streitkräfte.

Vorfall bestätigt

Die US-Armee bestätigte den Vorfall. Die Soldaten hätten den Konvoi stoppen wollen, doch der Wagen Sgrenas sei weitergefahren. Die Soldaten hätten zunächst mit Handzeichen, dann mit Lichtsignal und schliesslich mit Warnschüssen ihren Stopp-Befehl signalisiert; erst dann hätten sie gezielt gefeuert.

Sgrena, die für Il Manifesto, die deutsche Wochenzeitung Die Zeit und auch das Schweizer Nachrichtenmagazin Facts tätig ist, war am 4. Februar in Bagdad verschleppt worden.

Mitte Februar hatten in Rom eine halbe Million Menschen für die Freilassung der Journalistin demonstriert. Am 16. Februar hatten die Entführer ein Videoband veröffentlicht, auf dem Sgrena unter Tränen um ihr Leben und um den Abzug der italienischen Truppen aus dem Irak bat.

Der Fernsehsender El Dschasira strahlte am Freitag eine weitere Videoaufnahme aus, auf der Sgrena ihren Entführern für die gute Behandlung dankt. Diese hätten sie entführt, weil sie entschlossen seien, ihr Land von der Besatzung zu befreien.

(rr/sda)

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