Bush droht Peinigern von Kriegsgefangenen
publiziert: Sonntag, 23. Mrz 2003 / 20:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Mrz 2003 / 21:52 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush hat gedroht, jeden, der amerikanische Kriegsgefangene misshandle, als Kriegsverbrecher zu behandeln. Er erwarte, dass Gefangene menschlich behandelt würden, sagte Bush.

Präsident Bush sorgt sich um amerikanische Kriegsgefangene.
Präsident Bush sorgt sich um amerikanische Kriegsgefangene.
Der irakische Verteidigungsminister Sultan Haschem Ahmad versicherte unterdessen, dass sein Land die Kriegsgefangenen gemäss der Genfer Konvention behandeln werde. Das würden unsere Werte, unsere Religion und unsere Umgangsformen gebieten.

Zuvor hatte das US-Verteidigungsministerium bestätigt, dass US-Soldaten in Irak gefangen genommen wurden. Das Pentagon habe damit begonnen, die Angehörigen zu informieren, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Der katarische Fernsehsender El Dschasira und das irakische Fernsehen hatten Bilder von getöteten und gefangenen US-Soldaten gezeigt. Zu sehen waren mindestens fünf Soldaten, die in der Region Nasirijah getötet worden sein sollen. Gezeigt wurden zudem vier Männer und eine schwarze Frau, bei denen es sich um Kriegsgefangene handeln soll.

Der seit Samstag vermisste britische Journalist Terry Lloyd ist tot. Es gebe keinen Zweifel daran, dass der Korrespondent bei einem Unfall im Süden Iraks ums Leben gekommen sei, teilte sein Arbeitgeber, der britische Sender ITN, mit.

Der Kameramann Fred Nerac und Dolmetscher Hussein Othman würden noch vermisst. Die ITN-Mitarbeiter seien offenbar unter den Beschuss der US-geführten Streitkräfte geraten. Der 51-jährige Lloyd galt als erfahrener Kriegsreporter. Seit Beginn des Krieges gegen Irak wurden mindestens drei Journalisten - ein Russe, ein Australier und ein Brite - getötet.

Auch am vierten Tag des Irak-Krieges ist die irakische Hauptstadt Bagdad erneut von der US-Luftwaffe angegriffen worden. Es waren Dutzende von Einschlägen und Explosionen zu hören. Die irakische Luftabwehr reagierte mit heftigem Abwehrfeuer.

(fest/sda)

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