Bush erstmals in Vietnam
publiziert: Freitag, 17. Nov 2006 / 07:33 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Nov 2006 / 17:35 Uhr

Hanoi - US-Präsident George W. Bush hat bei seinem ersten Besuch in Vietnam für Versöhnung geworben.

George W. Bush trifft in Vietnam verschiedene Regierungschefs.
George W. Bush trifft in Vietnam verschiedene Regierungschefs.
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Die Begegnung mit der kommunistischen Führung zeige, «dass die beiden Nationen Schwierigkeiten hinter sich lassen können», sagte er.

In der Hauptstadt Hanoi wurde Bush am Freitag feierlich empfangen - 31 Jahre nach dem fluchtartigen Verlassen der amerikanischen Streitkräfte und dem Ende des Vietnam-Krieges. Am Wochenende nimmt er dort am Asien-Pazifik-Gipfel teil.

Bush ist nach seinem Vorgänger Bill Clinton der zweite US-Präsident, der das südostasiatische Land nach 1975 besucht. Bush wurde vor dem Palast seines vietnamesischen Kollegen Nguyen Minh Triet mit militärischen Ehren empfangen.

Lächelnde und Regungslose

Tausende von Vietnamesen hatten zuvor die Strassen gesäumt, die Bushs Kolonne vom Flughafen in die Stadt nutzte. Viele lächelten und winkten, andere zeigten wenig Regung.

Später nahm Bush im Palast vor einer riesigen Büste des vietnamesischen Revolutionsführers Ho Chi Minh Platz, der seine Anhänger in einen letztlich erfolgreichen Guerillakrieg gegen die hoch gerüstete US-Armee geführt hatte.

Bei den Kämpfen fielen allein auf US-Seite 56 000 Soldaten. Die USA hatten den Krieg geführt, um den Kommunismus im Land und in der Region zu stoppen.

Der US-Präsident und die vietnamesische Führung betonten in einer gemeinsamen Erklärung ihr Interesse am weiteren Ausbau der guten Beziehungen. Die beiden Präsidenten betonten «den historischen Meilenstein» des bevorstehenden Beitritts Vietnams zur Welthandelsorganisation (WTO).

Bush versicherte, dass er alles tun werde, damit die kürzlich im US- Kongress gescheiterte Initiative für die vollständige Normalisierung der Handelsbeziehungen zu Vietnam noch realisiert werden kann.

Nichts überstürzen

Bei einem Treffen mit dem australischen Regierungschef John Howard in Hanoi zog Bush Parallelen zwischen dem Vietnamkrieg und dem Irak- Krieg. Anders als in den 70er Jahren dürfe im Irak nichts überstürzt werden.

«Wir werden erfolgreich sein, solange wir nicht (aus dem Irak) abziehen», sagte Bush.

Beim Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) trifft Bush unter anderem auch die Präsidenten Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Hu Jintao.

(rr/sda)

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