Bush hält an Treffen mit Maliki fest
publiziert: Samstag, 25. Nov 2006 / 17:57 Uhr

Bagdad - Ungeachtet der neuen Gewalt im Irak hält US-Präsident George W. Bush am Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki fest.

Das Treffen soll in Jordanien stattfinden.
Das Treffen soll in Jordanien stattfinden.
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Das Treffen solle kommende Woche in Jordanien stattfinden, kündigte das Weisse Haus in Washington an. Im Mittelpunkt des Treffens in Amman werde die Frage stehen, wie die Sicherheit in Bagdad gewährleistet und man der Gewalt Herr werden könne, sagte der Sprecher des US-Präsidenten. Geplant sei auch ein Treffen mit dem jordanischen König Abdullah.

Bush hält an dem Termin fest, obwohl der radikale Schiitenführer Muktada al Sadr im Falle eines Besuchs des US-Präsidenten mit dem Rückzug aus der irakischen Regierung droht.

Pakt gegen Schiiten?

Der Generalsekretär der Al Sadr nahestehenden Organisation Märtyrer Allahs, Sahib Amiri, beschuldigte die US-Armee, mit sunnitischen und «terroristischen» Kräften des Landes gegen die Schiiten zusammenzuarbeiten.

Der einflussreiche Religionsführer der Sunniten warf den USA und der irakischen Regierung vor, das Land in einen Bürgerkrieg stürzen zu wollen. «Sie treiben die Spaltung voran, damit es zum Bürgerkrieg kommt und sie das Land dann aufteilen können», sagte der Vorsitzende des Rates der Religionsgelehrten, Scheich Harith al-Dhari, am Samstag vor den Medien in Kairo.

Cheney in Saudi-Arabien

US-Vizepräsident Dick Cheney stattete am Samstag dem Königreich Saudi-Arabien einen Kurzbesuch ab. Mit König Abdullah und Kronprinz Sultan ben Abdel Asis wollte er über die Lage im Irak sprechen. US- Informationen zufolge wollte Cheney den König bitten, seinen Einfluss auf die Sunniten zu nutzen und auf eine Versöhnung im Irak zu dringen.

Jordaniens Regierungschef Maaruf Bachit und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan warnten auf einer gemeinsamen Medienkonferenz in Amman vor einer Teilung des Iraks. Diese könne den Konflikt weiter verschärfen und habe gefährliche Auswirkungen auf alle Nachbarländer, sagte Bachit.

Türkei gegen Irak-Teilung

Die Türkei werde eine Teilung des Landes nicht akzeptieren, stellte Erdogan klar. Eine Aufspaltung in einen schiitischen, einen sunnitischen und einen kurdischen Landesteil würde Ankara als Beginn eines Bürgerkriegs auffassen, sagte Erdogan.

(ht/sda)

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