Bush in Georgien umjubelt
publiziert: Dienstag, 10. Mai 2005 / 16:40 Uhr

Tiflis - Mit einem triumphalen Auftritt in Tiflis hat US-Präsident George W. Bush seine Europareise beendet. Vor 150 000 begeisterten Menschen würdigte er den demokratischen Umbruch in Georgien als weltweites Vorbild.

Fühlt sich geschmeichelt: George W. Bush in Osteuropa.
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Der US-Präsident erinnerte an die friedliche "Rosenrevolution", die im November 2003 zum Sturz von Präsident Eduard Schewardnadse führte und den westlich orientierten Reformer Michail Saakaschwili an die Macht brachte.

"Die Rosenrevolution war ein starker Augenblick der modernen Geschichte", sagte Bush. Und die Serie demokratischer Aufbrüche setze sich fort: Von Bagdad über Beirut bis Bischkek habe es "hoffnungsvolle Veränderungen" gegeben, sagte Bush in Anspielung auf die neuen Regierungen im Irak, in Libanon und in Kirgistan.

Für die frühere Sowjetrepublik sei der Aufbau freier Institutionen die nächste Herausforderung. "Aber ihr werdet diesen Weg nicht allein gehen. Amerika steht beim Aufbau eines freien und liberalen Georgiens an Eurer Seite", rief der Präsident.

Rückendeckung

Dem georgischen Präsidenten Saakaschwili gab er Rückendeckung im schwierigen Verhältnis zu Russland. "Die Souveränität und territoriale Einheit Georgiens müssen von allen Nationen geachtet werden", sagte Bush. Russland unterstützt die Gebiete Abchasien und Südossetien, die sich von Georgien abgespalten haben.

Zugleich rief Bush Tiflis und Moskau auf, das Problem des Abzugs von noch etwa 8000 russischen Soldaten aus Georgien einvernehmlich zu lösen. Russlands Truppen werden in der früheren Sowjetrepublik als Besatzungsmacht betrachtet. Wegen des Streits nahm Saakaschwili am Montag auch nicht an den Kriegsende-Feiern in Moskau teil.

Saakaschwili bekräftigte gegenüber dem US-Gast den Wunsch Georgiens, der NATO beizutreten. "Wir freuen uns darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um die Voraussetzungen dafür zu erfüllen", erwiderte Bush.

Auf seiner Europareise anlässlich des 60. Jahrestags des Kriegsendes hatte Bush zuvor Lettland, die Niederlande und Russland besucht. Von Tiflis flog er zurück nach Washington.

(bert/sda)

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