Bush ist enttäuscht
publiziert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 06:49 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 10:16 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush zeigte sich nach Angaben des US- Nachrichtensenders CNN enttäuscht über den Verlust der Mehrheit im Abgeordnetenhaus.

George W. Bush und Frau Laura bei der Stimmabgabe in Crawford, Texas.
George W. Bush und Frau Laura bei der Stimmabgabe in Crawford, Texas.
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Bush wollte sich um 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) zum Ausgang der Kongresswahlen äussern.

«Wir stellen uns darauf ein, mit den Demokraten bei den wichtigsten anstehenden Themen zusammenzuarbeiten», sagte Präsidentensprecher Tony Snow in der Nacht.

Als Beispiele nannte er «den Krieg im Irak und den Krieg gegen den Terror im Allgemeinen» sowie die Bemühungen um anhaltendes Wirtschaftswachstum.

«Ohrfeige» für Bush

Nach Ansicht von Alfred Defago kommt der Wahlausgang in den USA einer «Ohrfeige» für Präsident George W. Bush gleich. «Das Regieren wird für ihn deutlich unangenehmer», sagte der frühere Schweizer Botschafter in den USA am Morgen.

1994 habe der damalige demokratische Präsident Bill Clinton bei den Zwischenwahlen eine ähnlich deutliche Niederlage erlitten, rief Defago in der Sondersendung von SF1 in Erinnerung. Danach habe Clinton die Wende nach rechts vollzogen und mit den Republikanern zusammengearbeitet.

Ein ähnlich deutlicher Kurswechsel sei bei Bush nicht zu erwarten, sagte Defago, zumal der Präsident als sehr prinzipientreu - «um nicht zu sagen: stur» gelte. Im Fall des Irak bleibe Bush allerdings nichts anderes übrig, als zusammen mit den Demokraten «neue Wege zu suchen».

Rücksichtsvoller regieren

Bei der umstrittenen Einwanderungspolitik wiederum sei es möglich, dass der gewiefte Taktierer Bush eine «relativ grosszügige Lösung» zu finden versuche, sagte Defago, der seit 2001 an der Universität von Wisconsin Internationale Beziehungen lehrt.

Auch Konfliktforscher Kurt R. Spillmann betonte, dass Bush nicht mehr eine uneingeschränkt neokonservative Politik betreiben könne. «Er muss nun rücksichtsvoller regieren und auch andere Meinungen einbeziehen.»

(rr/sda)

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