Bush macht Einsatz in Liberia von Taylors Abreise abhängig
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 21:27 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush lässt die Art einer US-Hilfe zur Friedenssicherung in Liberia offen. Bedingung für einen US-Einsatz sei zudem, dass der liberianische Präsident Charles Taylor das Land verlasse.

Charles Taylor muss weg.
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Dies geht aus einem Gespräch mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan hervor. Vor einer Entscheidung müssten zudem noch mehr Fakten geklärt werden, um die Lage in Liberia beurteilen zu können, sagte Bush. Jeglicher US-Einsatz werde in Grösse und Zeit begrenzt sein und nicht unter einem UNO-Mandat stehen, betonte er.

Derzeit werde von US-Experten in der Region geprüft, was von unserer Seite nötig ist, um das Waffenstillstandsabkommen zwischen liberianischer Regierung und Rebellen zu unterstützen, sagte der US-Präsident. Eine endgültige Entscheidung über die Rolle der USA in Liberia werde so bald wie möglich fallen.

Annan sagte, er begrüsse, dass er sich mit Bush mehr oder weniger über einen generellen Ansatz zu Liberia geeinigt habe. Nach UNO-Plänen sollen zunächst zwischen 1000 und 1500 Soldaten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) entsendet werden.

Daraufhin könnte Taylor das Land verlassen, und US-Truppen sowie afrikanische Einheiten könnten zur Verstärkung der ECOWAS-Einheit einrücken. Sobald die Lage sich stabilisiert habe, könnten die USA ihre Truppen wieder abziehen. Der internationale Einsatz würde dann zu einer Friedensmission, sagte Annan.

In Sierra Leone trafen unterdessen etwa hundert Soldaten und drei Helikopter zur Unterstützung des in Liberia tätigen US-Erkundungsteams ein. Das Kontingent sei am Wochenende in der Hauptstadt Freetown gelandet. Die Truppen sollen die bereits in Liberia aktiven US-Experten unterstützen.

(bert/sda)

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