Bush müsse Konsequenzen ziehen
publiziert: Donnerstag, 9. Nov 2006 / 12:48 Uhr

Bern - Die Schweizer Presse ist sich in ihren Kommentaren zum Wahlsieg der US-Demokraten einig.

George W. Bush habe die Quittung für seine Irak-Politik bekommen.
George W. Bush habe die Quittung für seine Irak-Politik bekommen.
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Es war eine Bestrafung der Regierung Bush für zahlreiche Fehler, darunter der Irak-Krieg. Vor den Präsidentschaftswahlen stehen nun die Demokraten unter Druck.

Die Wählerschaft habe die Notbremse genutzt, welche mit freien Wahlen gezogen werden könne.

Damit sei der sechsjährigen republikanischen Amtszeit mit kaum kontrollierten Exzessen ein Ende gesetzt worden, schreibt die Berner Tageszeitung «Der Bund».

Präsident George W. Bush habe die Quittung erhalten für «seine Unfähigkeit, Fehler einzugestehen und politische Korrekturen vorzunehmen».

Konsequenzen ziehen

Ein demokratisch dominierter Kongress müsse nicht Blockierung bedeuten, zeigt sich das «St. Galler Tagblatt» überzeugt.

Sollte Bush in der Irak-Politik die Konsequenzen ziehen, werde er für die nächsten zwei Jahre keine «lahme Ente» sein und seinem Land einen Dienst erweisen.

Demgegenüber sieht die «Neue Luzerner Zeitung» (NLZ) durch die neueKonstellation eine noch stärkere Blockade der US-Politik. Der Unmut in der Bevölkerung werde dadurch zunehmen.

Somit seien die Weichen gestellt, «dass es 2008 in den USA zu einer echten Richtungswahl kommen. Und dort sieht die NLZ Hillary Clinton schon in den Startblöcken.»

Demokraten unter Druck

Nach Meinung der «Mittelland Zeitung» sind die siegreichen Demokraten jetzt unter einem enormen Erwartungsdruck. Sie würden ab sofort für die Irak-Politik mitverantwortlich gemacht. Dabei müssten sie zeigen, ob sie das Vertrauen verdienen. «Abgerechnet wird 2008», resümiert die Zeitung.

Auch die «Berner Zeitung» sieht die Demokraten «in der Pflicht». Sie hätten im Wahlkampf den Kurswechsel versprochen. Aber: «Ein Konzept für den Irak haben sie nicht».

Die Demokraten zeigten «kaum eine konkrete Alternative» auf, schreibt auch die «Neue Zürcher Zeitung». Die republikanische Führung im Repräsentantenhaus «wirkte politisch und persönlich verbraucht». Deshalb sei der Wahlsieg der Demokraten an sich eine «Rückkehr zur Normalität».

(rr/sda)

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