Bush sieht «neue Chance» für Frieden in Nahost
publiziert: Mittwoch, 9. Jan 2008 / 12:55 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 9. Jan 2008 / 20:34 Uhr

Tel Aviv/Gaza - US-Präsident George W. Bush hat Israel und die Palästinenser bei seinem ersten offiziellen Besuch im Nahen Osten zum Frieden gedrängt. Er und der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert sprachen in Jerusalem vor den Medien.

US-Präsident George W. Bush äusserte sich optimistisch bei seiner Ankunft in Tel Aviv.
US-Präsident George W. Bush äusserte sich optimistisch bei seiner Ankunft in Tel Aviv.
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Er sehe eine neue Chance zur Lösung des jahrzehntealten Konfliktes, betonte Bush.

Er verlangte von seinem engen Verbündeten aber auch, den Palästinensern entgegenzukommen und Aussenposten seiner Siedlungen im Westjordanland wie versprochen aufzugeben.

Bush lobte beide Seiten für ihre Bereitschaft, Frieden zu schliessen. Damit eröffneten sich neue Chancen für das Heilige Land und für Freiheit in der ganzen Region, sagte der Präsident.

«Wichtiger Schubs»

Seine Nahost-Reise sei der Versuch, beiden Seiten einen Anstoss zu geben. «Mein Besuch war ein ziemlich wichtiger Schubs», fügte er bei der Pressekonferenz hinzu.

Die härteste Arbeit müsse aber von den Konfliktparteien geleistet werden, mahnte er nach seinem Gespräch mit dem israelischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres.

Olmert betonte, dass es ohne eine Einbeziehung des Gazastreifens keine Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt geben könne. «Israel kann das nicht tolerieren.(...) Bevor der Terror nicht gestoppt wird, wird es keinen Frieden geben.»

Grosse Entschlossenheit

Ein Abkommen müsse sicherstellen, dass die anhaltenden Raketenangriffe aus dem Gazastreifen aufhören. Israel wolle mit grosser Entschlossenheit mit den Palästinensern verhandeln, um eine friedliche Lösung zu erreichen, sagte Olmert.

Der im Januar 2009 aus dem Amt scheidende US-Präsident strebt noch in diesem Jahr ein Abkommen über die Bildung eines palästinensischen Staates an. Am Donnerstag trifft er Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas.

Bush will zudem auf seinen Stationen in Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Ägypten für seinen Kurs gegen den Iran werben.

(fest/sda)

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