Bush stellt sich demonstrativ hinter Al-Maliki
publiziert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 21:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 21:49 Uhr

Amman/Washington/Bagdad - Trotz jüngster Spannungen haben US-Präsident George W. Bush und der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki in Amman Einigkeit gezeigt. Bush stellte sich demonstrativ hinter Al-Maliki.

Al-Maliki hält eine Übernahme der Kontrolle durch den Irak für möglich.
Al-Maliki hält eine Übernahme der Kontrolle durch den Irak für möglich.
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Am Mittwoch war ein internes Papier des Weissen Hauses bekannt geworden, in dem die Führungsqualitäten Al-Malikis bezweifelt wurden.

Nach dem gemeinsamen Treffen in der jordanischen Hauptstadt nannte Bush den irakischen Regierungschef jedoch einen «starken Führer» und den «richtigen Mann für den Irak». Bush sicherte Al-Maliki die volle Unterstützung Washingtons zu.

Irak wünscht Kooperation mit Nachbarstaaten

Bei aller Einigkeit schienen in Amman dennoch Differenzen durch. So sagte Al-Maliki, Bagdad wünsche die Kooperation mit seinen Nachbarstaaten. Er sei bereit, mit jedem zusammenzuarbeiten, der für Stabilität im Irak sorgen könne. Das Weisse Haus lehnt hingegen jeden direkten Kontakt zu den Regierungen im Iran und Syrien ab.

Al-Maliki sagte, Bush habe ihm zugesagt, dass die Kontrolle über den Irak schneller an Bagdad übergehen solle als bislang vorgesehen.

Übernahme der Kontrolle durch den Irak?

In einem vorab veröffentlichten Interview mit dem US-Fernsehsender ABC sagte Al-Maliki gar, dass die irakischen Sicherheitskräfte bereits ab Juni die Kontrolle über das Land übernehmen könnten. Die USA könnten damit von ihrer Verantwortung entbunden werden.

Der unabhängige Expertenausschuss des US-Kongresses zur Irak-Politik will laut der «New York Times» den Beginn eines phasenweisen Teilabzuges aus dem Irak bereits für das kommende Jahr vorschlagen.

Schrittweiser Abzug

Schrittweise sollen 15 Kampfbrigaden mit bis zu 75 000 Soldaten abgezogen werden. Derzeit dienen rund 150 000 US-Soldaten im Irak. Die Kommission unter Leitung von Ex-Aussenminister James Baker verzichte aber ebenfalls auf einen festen Zeitplan, schrieb die Zeitung.

Zur Eindämmung der Gewalt werde das Gremium eine Regionalkonferenz angeregen, die zu direkten Gesprächen mit Syrien und dem Iran führen könnte. Die Kommission will Bush ihre nicht bindenden Empfehlungen am kommenden Mittwoch vorlegen.

(ht/sda)

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