Bush und Blair besprechen Zukunft des Irak
publiziert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 07:13 Uhr

Belfast - US-Präsident George W. Bush und der britische Premier Tony Blair haben am Montagabend in Belfast erste Gespräche über die Zukunft des Iraks geführt. Das zweitägige Gipfeltreffen findet auf Schloss Hillsborough statt.

Blair und Bush: Bemüht um Harmonie.
Blair und Bush: Bemüht um Harmonie.
Ein Sprecher Blairs widersprach Berichten, wonach es in der Nachkriegs-Diskussion grössere Differenzen zur Rolle der UNO gebe. Das gemeinsame Ziel der USA, Grossbritanniens und der UNO sei, dass Irak möglichst schnell von den Irakern selbst verwaltet werde.

Direkt nach dem Krieg müssten aber die Koalitionspartner USA und Grossbritannien das Land verwalten, sagte der Sprecher. Die UNO habe klargestellt, dass sie selbst weder die Kapazitäten noch das Verlangen danach habe.

Blair und Bush hätten bei einem 45-minütigen Spaziergang auf dem Schlossgelände informell über alle Themen des Gipfels gesprochen, darunter die Situation im Irak, den Friedensprozess im Nahen Osten und Nordirland sowie über die Beziehungen zu Europa.

Straw, Powell und Rice

An den Gesprächen vom Dienstag nehmen auch der britische Aussenminister Jack Straw, sein US-Kollege Colin Powell sowie US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice teil.

Blair strebt eine wichtige Rolle der UNO für den Irak nach Saddam Hussein an. Nach Ansicht von Rice ist es dagegen nur natürlich, zu erwarten, dass die alliierten Kräfte die führende Rolle haben werden, nachdem sie sich an der Befreiung des Iraks beteiligt und dafür Leben und Blut geopfert haben.

(bsk/sda)

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