Bush verschärft Sanktionen gegen Birmas Junta
publiziert: Freitag, 19. Okt 2007 / 21:21 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Nov 2010 / 15:00 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush hat angesichts der anhaltenden politischen Unterdrückung in Birma die Sanktionen seiner Regierung gegen die Junta des südostasiatischen Landes verschärft.

Bush habe das Handelsministerium angewiesen, die Regeln für burmesische Exporte zu überprüfen.
Bush habe das Handelsministerium angewiesen, die Regeln für burmesische Exporte zu überprüfen.
8 Meldungen im Zusammenhang
Bei den Strafmassnahmen handelt es sich um Verbote von Geschäftsbeziehungen, das Einfrieren von Guthaben sowie Einreiseverbote für ein Dutzend Mitglieder der Militärregierung.

Zugleich forderte Bush in Washington die «sofortige Freilassung aller politischer Gefangener».

Die Junta müsse einen Dialog mit der Opposition aufnehmen, verlangte Bush. Und das internationale Komitee vom Roten Kreuz müsse Zugang zu den Gefangenen erhalten.

Mit Blick auf die jüngsten Proteste und die Opposition gegen das Regime sagte Bush: «Wir können unsere Ohren nicht vor ihren Schreien verschliessen.»

Proteste blutig niedergeschlagen

Bei der blutigen Niederschlagung der Proteste, die zunächst buddhistische Mönche begonnen hatten, sind nach Angaben der Junta elf Menschen getötet worden. Unabhängige Menschenrechtsgruppen sprachen von wesentlich mehr Opfern.

Die Junta «verweigert dem birmesischen Volk den klaren Willen, in Freiheit zu leben und unter politischen Führern, das es selbst gewählt hat», sagte Bush. Die seit Jahrzehnten unter Hausarrest lebende Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi müsse das Recht erhalten, mit anderen Dissidenten in Kontakt treten zu können, verlangte Bush.

Einfrierung von Vermögenswerten

Ausserdem rief er die Nachbarn China und Indien auf, ihre Politik gegenüber den Militärs zu überdenken und Druck auszuüben. Auch müsse die Junta dem UNO-Sondergesandten Ibrahim Gambari sofort die Einreise erlauben. Auch das US-Finanzministerium verkündete Sanktionen gegen weitere Junta-Mitglieder.

Bereits Ende September hatte die US-Regierung als Reaktion auf die gewaltsame Eskalation in Birma Sanktionen gegen 14 Mitglieder der herrschenden Militärjunta verhängt. Damit wurden Vermögenswerte der teilweise namentlich genannten, hochrangigen Regierungsvertreter in den USA eingefroren, hiess es.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rangun - Die Militärjunta in Birma hat ... mehr lesen
Die Ausgangssperre war am 25. September verhängt worden.
Für die Militärjunta wird die Lage immer ungemütlicher. (Archivbild)
Tokio - Japan hat seine Finanzhilfen ... mehr lesen
Luxemburg - Die EU will ihre ... mehr lesen
Gambari sei der einzige, der zurzeit Druck ausüben könne, sagte Ferrero-Waldner.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bangkok - Der UNO-Sondergesandte ... mehr lesen
Ibrahim Gambari fordert, dass alle politischen Gefangenen freigelassen werden.
Das «Tal der Rubine» im Nordosten Birmas gilt als Ursprung der schönsten Rubine der Welt.
Brüssel - Die EU will die Einfuhr von ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Myanmars neuer Präsident Htin Kyaw.
Neujahrstag  Rangun - Myanmars neuer Präsident Htin Kyaw hat zum Neujahrstag des Landes mehr als 80 Gefangene begnadigt. «Die 83 Gefangenen werden durch Amnestie freigelassen am ersten Tag von Myanmars neuem Jahr», erklärte der Politiker der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) am Sonntag. mehr lesen 
Der designierte Präsident und seine Chefin: U Htin Kyaw und Aung San Suu Kyi.
Achtens Asien Mit der Wahl von drei Vize-Präsidenten ist Myanmar dem historischen Machtwechsel einen wichtigen Schritt näher gekommen. Der definitive Entscheid fällt in ... mehr lesen  
Achtens Asien Der dritte Anlauf zur Demokratie in Myanmar nach 1948 und 1990 tritt in die entscheidende Phase. Wer wird «unter» Demokratie-Ikone Daw Aung San ... mehr lesen  
Demokratie-Ikone Aung San Suu Kyi: Ihr ist egal, wer Präsident unter ihr wird.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 6°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 8°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 8°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 6°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 7°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Genf 7°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 9°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten