Busse für Muslim-Eltern in Basel-Stadt
publiziert: Donnerstag, 29. Jul 2010 / 20:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 29. Jul 2010 / 22:03 Uhr
In fünf Fällen verweigerten Eltern den Schwimmunterricht aus religiösen Motiven. (Symbolbild)
In fünf Fällen verweigerten Eltern den Schwimmunterricht aus religiösen Motiven. (Symbolbild)

Basel - In Basel-Stadt haben erstmals Muslim-Eltern Bussen erhalten, weil sie Kinder nicht am obligatorischen Schul-Schwimmunterricht hatten teilnehmen lassen. Gebüsst wurden fünf Familien mit insgesamt sieben Kindern, wie das Erziehungsdepartement am Donnerstag mitteilte.

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Seit einem Jahr ist das revidierte kantonale Schulgesetz in Kraft, das Rechte und Pflichten der Erziehungsberechtigten regelt. Es enthält unter anderem Bussen für Erziehungsberechtigte, die ihre Kinder vernachlässigen oder unbewilligt den Unterricht versäumen lassen. Das Gesetz nimmt explizit keine Rücksicht auf die Motive.

In fünf Fällen verweigerten Eltern den Schwimmunterricht aus religiösen Motiven, wie Erziehungsdirektor Christoph Eymann auf Anfrage sagte - in einem anderen Fall ging es um individuelle Ferienplanung ausserhalb der Schulferien. Betroffen seien jeweils Mädchen im Primarschulalter, die folglich keine zehn Jahre alt seien.

Getrenntes Schwimmen für Geschlechtsreife

Basel-Stadt biete getrennten Schwimmunterricht für geschlechtsreife Mädchen an, sagte Eymann. Für Jüngere sei gemischter Unterricht in Badekleidern gemäss Absprache mit religiösen Organisationen zumutbar.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt sei wichtig, sagte Eymann. Er will Parallelgesellschaften verhindern. Derzeit besuchen im Kanton insgesamt 1033 muslimische Buben und Mädchen die Primarschule.

Bussen sind als ultima Ratio für renitente Eltern vorgesehen. Sie können bis zu 1000 Franken betragen; zuständig ist der Vorsteher des Erziehungsdepartements. Eymann hat sie nun auf 350 Franken pro Kind und Elternteil festgelegt - sie sollten «spürbar» sein und die Einsicht fördern. Eine Familie mit Mutter, Vater und zwei betroffenen Kindern soll so 1400 Franken zahlen.

Nicht aus heiterem Himmel

Die Bussen wurden nach «langer Vorgeschichte» ausgesprochen: Davor gab es Gespräche mit Lehrern, Rektorat und Volksschul-Leitung - ergebnislos. Die Eltern können die Busse bei der Gesamtregierung anfechten, und diese kann den Entscheid ans Verwaltungsgericht delegieren. Im Wiederholungsfall sind erneute Bussen möglich.

(bert/sda)

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Integration und Gleichstellung vor Glaubens- und Gewissensfreiheit.
reusper
wo Sie recht haben haben Sie recht.
provoziert
Liiiibe/r kuwilli
Gesetzt ist jemand, der sich gesetzt hat, also jemand, der nicht mehr steht, sondern sitzt.
Liiiiebe Forumler,
Wenn ihr nur einen schwachen Hauch einer Ahnung hättet, würdet Ihr (ausgenommen die, mit den krebsgeschwür artigen Vorurteilen) wohl etwas anders urteilen.

Um den Unmut vollends auf mich zu ziehen, möchte ich folgendes Zitat in den Raum werfen.

"Gesetzt, was heisst schon Gesetzt? Gesetzte kann man so oder so auslegen!"

Ich freu mich jetzt schon auf das Zerissenweren
Richtig
Ich persoenlich halte es mit Bogoljubow. Nicht gleich wieder alle in einen Topf werfen. Wenn 20 Schweizer dieses Jahr eine Bank ueberfallen wuerden, waeren nicht alle Schweizer wegen dem "Bankraueber".

Bussen sind richtig als erstes Mittel und zu klein duerfen sie auch nicht sein.
Grunsaetzlich: Wer unsere Gesetze und unsere Kultur nicht akzeptieren kann oder will, soll nicht in der Schweiz leben.

Es gilt nun mal auch dass Idioten meist Idioten zuechten. Das gilt fuer alle Religionen und alle Nationen.
Hart aber fair?
Hart aber fair.
Ich bin der Meinung
entweder gehen sie in den "normalen" Schwimmunterricht oder Sie kriegen ein Busse.
Für alle die diese nicht bezahlen können kommt die Ausschaffung.
Bei wiederholter Busse kommt auch die Ausschaffung.

Eltern deren Kinder die dem Unterricht wegen Ferien fernbleiben weren gebüsst. Im Wiederholungsfall eingebuchtet und gelten als vorbestarft.
Unverschämt
Ne. Mir gefällt das ganz und gar nicht, dass wir wegen den Immergleichen eigene Regeln aufstellen müssen.

Es wäre sehr viel einfacher, mit dem Iran ein Agreement zu treffen und denjenigen, die nicht mit unseren Regeln leben können, eine neue Heimstatt im "Gottesstaat" zu organisieren.
Da können sie dann, wie sie meinen zu müssen.

In der News steht ja auch
"Basel-Stadt biete getrennten Schwimmunterricht für geschlechtsreife Mädchen an, sagte Eymann. Für Jüngere sei gemischter Unterricht in Badekleidern gemäss Absprache mit religiösen Organisationen zumutbar. "

Es gibt also diese Unterscheidung in Basel nach Geschlechtsreife. Toll. Kontrolliert der Lehrer, ob die Periode schon eingesetzt hat?
Und was heisst "nach Rücksprache mit religiösen Organisationen".
Etwa, dass wenn der Imam einer Basler Moschee was anderes gesagt hätte, diese Regel nicht umgesetzt würde?

Hey. Wie gesagt. Ich gründe meine eigene Sekte. Schwimmanzüge von Gaultier und rote Bänder in den Schulzimmern. Die bekommen wir. Schliesslich wird für andere Sekten auch alles getan.
recht so
1. Ich begrüsse es ausdrücklich, dass gegen "renitente" Familien empfindliche Bussen ausgesprochen werden.
2. Ich begrüsse es ausdrücklich, dass im Wiederholungsfall noch höhere Bussen gesprochen werden können.
3. Ich wahre die Verhältnismässigkeit: Es sind bezüglich des Schwimmunterrichts offenbar 5 Mädchen von 1033 Muslim-Kindern.
Hö? Hä?
Das gefällt Ihnen natürlich wieder, oder haben Sie den Artikel überhaupt gelesen...

Ich finde das Vorgehen von Basel-Stadt vorbildlich.
Solche Eltern gehören zünftig gestraft mit hohen Bussen, den nur das tut richtig weh und schreckt ab.
Und dabei geht es mir nicht nur um die Muslime, sondern auch um die unverschämten Schweizer Eltern, die das Gefühl haben, ihre Kinder können dann in die Ferien wenn es ihnen passt und nicht den offiziellen Schulferien.
Also ich wiederum
hab beschlossen, eine eigene Sekte zu gründen.

Meine Mitbrüder und vernachlässigbare Mitschwestern, werden nur noch in Badeanzügen von Gautierre schwimmen dürfen. Die Mensa hat gefälligst kein Brot mehr auf seiner Speisekarte, weil der Sektengründer (in diesem Falle ich) mag es nicht, wenn zu Speisen noch Brot geboten wird.
Ausserdem soll jedes Schulzimmer mit einem roten Band ausgeschmückt werden, es entspricht nun mal unserer Tradition.
Christliche, moslemische und überhaupt irgenwelche Feiertage sind des Teufels und gehören abgeschafft.
Knabenschiessen? Ne. Schiessen auf Knaben können wir nicht hinnehmen, Mädchen wär ja noch Ok.
Wer sich diesen und noch nachzufolgenden (ich überlege noch, was Unsinn machen würde) Forderungen widersetzt, wird als Rassist und falls schon konvertiert als Abtrünniger bestraft werden.
Ah ja. Eine Mütze muss mindestens noch Platz haben. Muss nicht mal auf einem Stecken prangen.
Also. Wenn Ihr Mützenträger seht, fallt gefälligst auf die Knie und tut was auch immer man Euch sagt. Schliesslich wissen wir als Einzige, was Euch im Jenseits erwartet. Wehe Euch, die Ihr mir nicht glaubt.

Wieso geht uns diese Denke am Po vorbei?
Ich weiss es nicht.
Vielleicht auch weil wir ein paar Jahrhunderte "Aufklärung" hinter uns haben und uns seit dem Mittelalter weiterentwickelt haben?
http://www.youtube.com/watch?v=S7wfxuPspaM
Lascha stare?

Nein. Wir begegnen einer Mentalität, die uns von ganzem Herzen ablehnt.
Dank an diejenigen, die uns das eingebrockt haben - und keine Verantwortung dafür übernehmen.
Wir wollen Frieden, heisst, diese Baggage erst mal loszuwerden.
Meine Meinung.
.
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