Gondel-Absturz bei den Pilatus-Bahnen
Bussen für Mitarbeiter wegen Gondel-Absturz am Pilatus
publiziert: Freitag, 14. Apr 2000 / 11:09 Uhr

Kriens LU - Drei Mitarbeiter der Pilatus-Bahnen sind der Störung des öffentlichen Verkehrs schuldig befunden worden. Sie sind dafür verantwortlich, dass am 13. Januar beim Holzen ein Baum auf das Seil fiel und eine Gondel der Krienseregg-Bahn abstürzte.

Amtsstatthalter Josef Hirsiger bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Neuen Luzerner Zeitung». Es handle sich dabei um Fahrlässigkeit und nicht um Vorsätzlichkeit. Deshalb habe man auch darauf verzichtet, eine Gefängnisstrafe zu erwägen.
Die drei Mitarbeiter der Pilatus-Bahnen - der Technische Leiter, der Betriebsleiter und der Forstwart - wurden zu Bussen zwischen 150 und 600 Franken verurteilt. Der Ermessensspielraum für den Richter reicht in diesem Fall bis 40 000 Franken. Die Bussen sind inzwischen in Rechtskraft.
Der Holzschlag vom 13. Januar war vom Technischen und vom Betriebsleiter angeordnet worden. Es ging darum, einen Baum zu fällen, der durch den Sturm Lothar geschwächt worden war. Dabei fiel der Baum auf das Seil der Krienseregg-Bahn, die zu dieser Seit in Betrieb war.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde eine unbesetzte Kabine aus dem Seil gerissen. Sie stürzte auf den Boden. Eine Person, die sich in einer anderen Gondel aufhielt, erlitt leichte Prellungen. Der Betrieb der Gondelbahn blieb während kurzer Zeit unterbrochen.
Die Pilatus-Bahnen verzichteten darauf, die Öffentlichkeit über den Vorfall zu informieren. Bekannt wurde er erst, nachdem ein Passagier ein Lokalradio in Kenntnis gesetzt hatte.

(klei/sda)

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