Keine technischen Probleme
Busunglück durch menschliches Versagen
publiziert: Freitag, 15. Jun 2012 / 15:17 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Jun 2012 / 17:11 Uhr
Das Wrack des verunglückten Cars.
Das Wrack des verunglückten Cars.

Brüssel - Die Ursache des Busunglücks im Wallis muss im menschlichen Bereich liegen. Technische Probleme schloss der Oberstaatsanwalt des Mittelwallis, Olivier Elsig, am Freitag in Brüssel aus. Untersucht wird nun das Verhalten des Carchauffeurs.

Wir machen Sie notfallsicher(er) - persönlich, praxisnah und günstig.
12 Meldungen im Zusammenhang
Die Ermittler wissen noch nicht, wie es zum Unfall des belgischen Cars in einem Tunnel bei Sitten kommen konnte. Bisher können sie lediglich technische Probleme ausschliessen, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis mitteilte.

Ausgeschlossen werden auch eine Einwirkung von Dritten und Mängel an der Strasse oder an der Tunnelinfrastruktur. Zudem fuhr der Carchauffeur weder unter Alkoholeinfluss noch zu schnell. Und schliesslich wies auch der Reisebus keine technischen Probleme oder mangelnden Unterhalt auf.

Fahrer im Fokus

Nachdem die Ermittler technische Probleme ausgeschlossen haben, konzentrieren sie sich auf den Fahrer. Gemäss Mitteilung der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Wallis verliess der Car St-Luc im Val d'Anniviers gegen 19.45 Uhr.

Zu diesem Zeitpunkt sass ein 52-jähriger Chauffeur am Steuer, der «erfahrenere» von zwei Carlenkern. Das Fahrzeug habe die Talebene gegen 21.10 Uhr erreicht. Dort sei nach kurzem Anhalten ein Lenkerwechsel vorgenommen worden.

Ein 34-jähriger Chauffeur habe das Lenkrad übernommen. Nach einer in rund zwei Minuten zurückgelegten Strecke von 2222 Metern habe sich dann der Unfall ereignet. Die Geschwindigkeit des Busses habe in diesen zwei Minuten zwischen 99 und 100 km/h gelegen. Erlaubt ist im Tunnel Tempo 100.

Randstein berührt

Die Aufprallgeschwindigkeit habe zwischen 99 und 101 km/h betragen. Der Reisecar sei ungefähr 75 Meter vor dem Kollisionspunkt auf die rechte Bordsteinkante gefahren und habe so seine Fahrt mit einer Geschwindigkeit vom 27 Metern pro Sekunde bis zum Unfallort fortgesetzt.

«Die Zeit zwischen dem Auffahren auf den Randstein und der Endlage betrug weniger als drei Sekunden. Es konnte weder eine markante Richtungsänderung noch eine Bremsung festgestellt werden», schreibt die Oberstaatsanwaltschaft.

Die Untersuchung des Busunglücks wird fortgeführt und konzentriert sich auf «Ursachen im Zusammenhang mit dem Lenker des Reisecars». Oberstaatsanwalt Elsig hofft, die Untersuchungen Ende Sommer abschliessen zu können, wie er in Brüssel vor den Medien erklärte.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Sitten - Unaufmerksamkeit oder ein Schwächeanfall des Chauffeurs sind die wahrscheinlichsten Ursachen des ... mehr lesen
Die Unaufmerksamkeit des Chauffeurs oder eine Krankheit ist der Grund für das Carunglück in Siders VS. (Archivbild)
Göschenen UR - Ein belgischer Reisecar mit 45 Personen an Bord ist am Dienstagmorgen vor dem Gotthardtunnel in Göschenen in ... mehr lesen
Die Schadenwehr Gotthard konnte den Brand sofort löschen.
Sitten - Fünf Monate nach dem Unfall eines belgischen Reisecars im Wallis liegt der Walliser Staatsanwaltschaft nun der Obduktionsbericht zum Chauffeur vor. Daraus geht hervor, dass der Fahrer an den Verletzungen gestorben ist, die er sich beim Unfall zugezogen hat. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Siders - Fünf Personen sowie neun Rettungsorganisationen sind am Montag für ihren Einsatz beim Busunglück bei Siders im letzten März mit der Auszeichnung «Ritter der Strasse» geehrt worden. Die Auszeichnungen wurden von Jury-Mitglied Jean-Marc Thévenaz übergeben. mehr lesen 
Brüssel - Heute wird der Oberstaatsanwalt des Zentralwallis in Brüssel über die ersten Resultate und den Stand der Ermittlungen zum ... mehr lesen
Beim Unfall in einem Autobahntunnel bei Siders waren 28 Menschen getötet worden.
Sitten - Die Familien der Opfer des Reisecarunfall im Wallis vom 13. März werden als erste über die Untersuchungsergebnisse informiert. Sofort danach sollen die Resultate der Ermittlungen den Medien kommuniziert werden. mehr lesen 
Walliser Ermittler wegen Busunglücks in Belgien.
Brüssel - Sieben Ermittler aus dem Wallis sind am Montag in Belgien eingetroffen. Sie ... mehr lesen
Bern - Kurz vor dem fatalen Aufprall des belgischen Reisebusses am Dienstagabend im A9-Tunnel bei Siders hatten die Kinder die DVD-Bildschirme im Bus aufleuchten sehen. Die Walliser Untersuchungsfachleute begeben sich nach Belgien, um dort die Kinder erneut zu befragen. mehr lesen 
Brüssel - Die Ursache des schweren Busunfalls bei Siders bleibt unklar. Bisher gebe es keine Hinweise auf gesundheitliche Probleme des Chauffeurs, sagte Staatsanwalt Olivier Elsig vor den Medien in Sitten. mehr lesen  2
Bern - Drama auf der A9 im Wallis: Ein belgischer Reisecar ist am Dienstagabend im Autobahntunnel nahe Siders verunfallt. Der Car prallte frontal in die Wand. 28 Menschen starben. Die meisten Opfer sind Kinder im Alter von 12 Jahren, die im Val d'Anniviers in den Skiferien waren. mehr lesen  1
Motorfahrzeug- und Unfallschadenexpertisen, Werteinschatzungen
Technex GmbH
Hauptstrasse 34
2557 Studen
Wir machen Sie notfallsicher(er) - persönlich, praxisnah und günstig.
Der tödliche Sturz ereignete sich am Dienstag. (Symbolbild)
Der tödliche Sturz ereignete sich am ...
Fatale Freudensprünge  Ibiza - Ihr Geliebter machte ihr einen Heiratsantrag - gleich darauf ist eine Frau auf Ibiza einem Bericht zufolge von einer Klippe in den Tod gestürzt. Die 29 Jahre alte Bulgarin sei über den Antrag so sehr in Verzückung geraten, dass sie Freudensprünge gemacht habe. 
Zwei Opfer  Lausanne - Bei Lawinenunfällen sind zwei Menschen in der Schweiz ums Leben ...
Erhöhte Lawinengefahr. (Symbolbild)
Im ganzen Wallis herrscht nach Schneefällen erhöhte Lawinengefahr Bern - Im Wallis ist die Lawinensituation sehr kritisch. Das WSL-Institut für Schnee- ...
Schon einzelne Wintersportler könnten sehr leicht Lawinen auslösen, warnte das Lawineninstitut.
Rettungskräfte sind mit der Bergung vor Ort beschäftigt.
Auf Feld bei Bernex  Genf - Ein Kleinflugzeug des Typs Piper Saratoga ist am Freitagmittag nur sechs Minuten ...  
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Dulliken 1551
    Spruch 1 Cornelia Boesch hatten Sie genug davon, dass Publikum anzulügen? Ist ... Do, 29.01.15 19:27
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2738
    Es... heisst doch immer, wer hierher in die CH kommt, hat sich an Recht und ... Do, 29.01.15 14:50
  • Kassandra aus Frauenfeld 1154
    Gewalt ist immer ein Mangel an Verstand! Gute Gedanken setzen sich immer durch, Dummheit ... Di, 27.01.15 13:53
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2738
    In... der Sache um Pegida wird fast nur emotional argumentiert. Nur emotional ... Di, 27.01.15 09:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2738
    Wenn... das Königshaus Saud dereinst fallen sollte, dann fällt vermutlich die ... Fr, 23.01.15 10:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2738
    Nebenkosten "er werde seiner Ex-Freundin die Kehle durchschneiden. Falls man ihn ... Do, 22.01.15 20:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1154
    Was denken Sie, wie es mir ergeht, LinusLuchs? Mir macht dieser Brauch das gleiche ... Di, 20.01.15 18:30
  • LinusLuchs aus Basel 55
    Ja, stimmt,… das muslimische Mädchen empfindet das Tragen des Kopftuchs nicht ... Di, 20.01.15 09:43
Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt
Das Care Team bietet Firmen in tragischen Situationen psychologische Nothilfe.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich -4°C -3°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Basel -4°C -2°C bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen -2°C -1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Bern 0°C 1°C bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Luzern -1°C 1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Genf -3°C 2°C bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Lugano 0°C 5°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten