CDU will mit SPD reden
publiziert: Montag, 19. Sep 2005 / 14:23 Uhr / aktualisiert: Montag, 19. Sep 2005 / 20:31 Uhr

Berlin - Einen Tag nach der deutschen Bundestagswahl haben SPD und Union ihre Bereitschaft erklärt, miteinander sowie mit der FDP und den Grünen über mögliche Koalitionen zu sprechen.

Gerhard Schröder und Angela Merkel beim Handshake nach dem TV-Duell vor den Wahlen.
Gerhard Schröder und Angela Merkel beim Handshake nach dem TV-Duell vor den Wahlen.
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Weiter strittig bleibt indes die Führung einer künftigen Regierung.

Bundeskanzler Gerhard Schröder und Kanzler-Kandidatin Angela Merkel reklamierten dies beide für sich. Schröder sagte in Berlin, es sei der Wille der SPD, die neue Regierung zu führen.

«Unsere Aufgabe ist es, diesen erklärten Willen unserer gesamten Partei umzusetzen.» Dies werde geschehen. Nach einer Sitzung des SPD-Präsidiums hiess es, die SPD wolle nun CDU/CSU, FDP und Grünen Gespräche anbieten.

Koalitionsgespräche der CDU

Die Union will unter eigener Führung ebenfalls Koalitions- Gespräche noch in dieser Woche aufnehmen. Merkel bekräftigte am Rande von Beratungen der CDU-Führungsgremien: «Wir haben einen klaren Auftrag zur Regierungsbildung.»

Am Dienstag will sich die Unions-Kanzlerkandidatin zunächst erneut zur Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wählen lassen. Dies soll ihr Rückendeckung für die bevorstehenden Gespräche geben.

Linkspartei abseits

Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielten CDU und CSU zusammen 225 Sitze, die SPD kommt auf 222 Sitze, die FDP liegt bei 61 Sitzen. Viertstärkste Kraft ist die Linkspartei mit 54 Sitzen.

Die Grünen kommen auf 51 Sitze. Das Ergebnis bezieht sich auf 298 der 299 Wahlkreise. Angesichts des knappen Ergebnisses könnte die Nachwahl in Dresden am 2. Oktober entscheidend sein.

Die bisherige Regierung amtiert mindestens bis zur ersten Sitzung des neu gewählten Bundestags. Die Frist dafür endet am 18. Oktober.

Der Termin der Kanzler-Wahl ist offen. Falls in der ersten Sitzung des neuen Bundestags nicht gewählt wird, dürfte Schröder die Amtsgeschäfte bis zur Wahl eines Nachfolgers weiterzuführen.

(bsk/sda)

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