Todesdrohungen gegen CIA-Chef in Pakistan
CIA-Leiter in Pakistan verlässt wegen Todesdrohungen das Land
publiziert: Samstag, 18. Dez 2010 / 14:03 Uhr
Wappen der C.I.A.
Wappen der C.I.A.

Washington - Der Leiter des US-Geheimdienstes CIA in Pakistan hat wegen Todesdrohungen das Land verlassen müssen. Das sagte ein US-Geheimdienstverantwortlicher am Freitag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «New York Times».

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Die «Terrordrohungen» seien so ernst gewesen, dass es unvorsichtig gewesen wäre, nicht zu handeln, sagte der Verantwortliche, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Der «NYT» zufolge verliess der CIA-Leiter das Land bereits am Donnerstag. Zuvor war demnach sein bis dahin geheim gehaltener Name öffentlich geworden, nachdem ein Pakistaner eine Klage eingereicht hatte.

Der Mann warf der CIA vor, am Tod seines Sohnes und seines Bruders bei einem Drohnenangriff verantwortlich zu sein. Die USA verdächtigen laut «NYT» auch den pakistanischen Geheimdienst ISI, die Identität des CIA-Leiters öffentlich gemacht zu haben.

Einsatz von Kampfdrohnen

Die CIA überwacht den Einsatz von Kampfdrohnen gegen Islamisten in den Stammesgebieten im Nordwesten Pakistans. Die Region gilt als Rückzugsgebiet für Aufständische und Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Seit Sommer 2008 wurden die Einsätze der unbemannten Fluggeräte massiv ausgeweitet. Nach Angaben der Stiftung New America Foundation wurden in diesem Jahr bereits 117 Angriffe geflogen, doppelt so viele wie im Jahr 2009. Dabei werden nach Angaben der örtlichen Behörden auch immer wieder Zivilisten getötet.

Der US-Geheimdienstverantwortliche sagte zu AFP, der Kampf gegen die Extremisten werde auch nach dem Abzug des CIA-Leiters fortgesetzt. Erst am Freitag waren bei drei US-Drohnenangriffen in Pakistan nach Behördenangaben mindestens 25 Aufständische getötet worden.

(asu/sda)

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