Swiss Life CSI in Zürich
CSI Zürich: Ludger Beerbaum gewann die Swiss Life Classic
publiziert: Sonntag, 3. Feb 2002 / 18:08 Uhr

Zürich - Der deutsche Europameister Ludger Beerbaum krönte sich am Swiss Life CSI in Zürich zum Champion der Champions. Als erster Springreiter gewann der Weltranglistenerste mit Goldfever zum zweiten Mal in Folge die mit 400'000 Franken höchst dotierte Hallenprüfung der Welt.

Europameister Ludger Beerbaum gewann erneut die Swiss Life Classic.
Europameister Ludger Beerbaum gewann erneut die Swiss Life Classic.
Überflieger Ludger Beerbaum, der am Samstag mit seinem Schimmel-Hengst Champion du Lys auch die erstmals durchgeführte, attraktive Challenge mit Pferdewechsel nach der WM-Formel für sich entschieden hatte, verwies am Sonntag vor 11 500 Zuschauern im ausverkauften Hallenstadion seine überraschende Landsfrau Susanne Behring mit Arioso du Theillet auf den Ehrenplatz. Die seit sieben Jahr in Bulle bei Hans Liebherr angestellte Westfälin gelangte zu ihrem grössten reiterlichen Triumph. Die zweifache deutsche Meisterin und Trainerin von Christina Liebherr verwies in der Siegerrunde den etablierten Holländer Jan Tops mit Grand Dame auf den dritten Platz.

Das Pech der Schweizer

Am bedeutendsten Schweizer Turnier beklagten die Schweizer Pech. Beat Mändli konnte mit seinem Aufsteiger, dem erst neunjährigen Oldenburger Gryfino, seine Chance in der Barrage der zehn Besten und Fehlerlosen nicht wahrnehmen. «Beim Aufwärmen vertrat sich Gryfino. Er hat sich wahrscheinlich eine leichte Zerrung im rechten Vorderbein zugezogen. Das Risiko eines Einsatzes schien uns daher zu gross», meinte der Ende Februar von der Ost- in die Westschweiz dislozierende Equipenreiter, der mit seinem unerwarteten Erfolg im Mercedes Swiss Master am Freitag aber Gryfinos Qualitäten angedeutet hatte. Das von den Besitzern Paul Bücheler und Stephan Stamm selbst gezüchtete Pferd wird seit vier Jahren von Beat Mändli geritten und wurde behutsam aufgebaut. Der vorsichtige und sprunggewaltige Oldenburger Wallach könnte wohl bald Pozitano als Nummer 1 bedrängen.

Pech beklagte auch Markus Fuchs. Der 15. CSI in Zürich war nicht das Turnier des Schweizer Weltcupsiegers. Wegen eines erneuten Reiterfehlers verbaute sich der St. Galler in der Classic, die er so gerne einmal gewinnen würde, den Einzug in die entscheidende Runde. Fuchs war mit Tinka's Boy, der noch nicht in Bestform ist, erneut zu dicht an einer Stange dran. Das Missgeschick am Sonntag lässt sich aber erklären. Markus Fuchs stürzte mit Tinka's Boy beim Warm-Up und fiel auf den Kopf. Glücklicherweise blieben aber Reiter und Pferd unverletzt. Eine gewisse Verunsicherung war daher selbstverständlich.

Ferien für lädierten Melliger

«Bei uns lagen Licht und Schatten nahe beieinander», meinte CSI-Sportchef Martin Walther nach den erfolgreich gezogenen «Spuren der Leidenschaft». Erfreut konstatierte der Schweizer Equipenchef die Fortschritte bei der aufstrebenden Christina Liebherr. Die Tochter des Pferdemäzens aus Bulle könnte den Weg nach oben finden oder mittelfristig mindestens die Lücke im «Mittelbau der Schweizer Elite» schliessen. Zufriedenstellend waren auch die Darbietungen von Hasueli Sprunger und Urs Fäh, der mit Oxytetra und Garry zwei Eisen im Feuer für einen Equipenplatz hat. Ein Siegreiter ist aber der Zürcher mit diesen Pferden (noch?) nicht. Ausser Schweizer Meister Jörg Röthlisberger vermochte sich jeder der 15 am CSI teilnehmenden Schweizer mindestens einmal zu klassieren. Ganz an der Spitze konnte diesmal aber ausser Mändli keiner mithalten. Willi Melliger war mit seiner Diskushernie sichtlich handicapiert. Er kuriert nun seine schmerzhafte Rückenblessur während einer Woche bei CSI-OK-Präsident Rolf Theiler in Kapstadt aus und lässt sich weiter therapieren.

Eine perfekte Pferdeschau

Der diesjährige Swiss Life CSI war gesamthaft wohl der beste aller 15 Zürcher Turniere. Der Sport war erstklassig und spannend, obwohl die deutschen Spitzenreiter Ludger Beerbaum und Marcus Ehning, der Gewinner des Credit Suisse Gold Cups, mit je drei Siegen obenaus schwangen. Der Parcourskurse von Rolf Lüdi und Heiner Fischer, die erstmals im Hallenstadion bauten, wurden allseits gelobt, der Sandboden bot eine standhafte, ideale Unterlage. Die sonst karge Halle war wie eh gefühlvoll geschmückt und bot eine einzigartiges Cachet. Die sportlichen Hight-Lights wurden aber von der einzigartigen Pferdeshow des französischen Pferdemagiers Jean-François Pignon überstrahlt. Er zeichnete mit seinem ungezwungenen und spielerischen Verständnis zwischen Mensch und Pferden nachhaltige «Spuren der Leidenschaft», die bei den insgesamt 43 850 Zuschauern an den vier Turniertagen unvergessliche Erinnerungen hinterlassen haben. zt.

(kil/sda)

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