CVP vor Wahlsieg in Zürich
publiziert: Sonntag, 10. Apr 2005 / 13:34 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Apr 2005 / 14:11 Uhr

Beim zweiten Wahlgang zur Ersatzwahl in den Zürcher Regierungsrat verbucht der CVP-Kandidat nach Auszählung von 163 der 171 Gemeinden doppelt so viele Stimmen wie die SVP.

Mit "ausserordentlichem Bedauern" nehme er den Verlust des zweiten SVP-Sitzes in der Zürcher Regierung zur Kenntnis.
Mit "ausserordentlichem Bedauern" nehme er den Verlust des zweiten SVP-Sitzes in der Zürcher Regierung zur Kenntnis.
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Die CVP dürfte auf Kosten der SVP wieder in die Zürcher Regierung einziehen.

CVP-Kandidat Hans Hollenstein bringt es bisher auf knapp 103 000 Stimmen, Bruno Heinzelmann auf knapp 63 000 Stimmen. Noch nicht ausgezählt ist vor allem die Stadt Zürich. Die Zürcher Wähler hatten sich beim ersten Wahlgang aber deutlich für Hollenstein entschieden.

Auch in Wohngemeinde geschlagen

Auch in Heinzelmanns Wohngemeinde Kloten, wo der SVP-Kandidat Stadtpräsident ist, wurde er deutlich geschlagen. Heinzelmann erzielte nur rund die Hälfte der Stimmen von Hollenstein, der es in Kloten auf 2248 Stimmen brachte.

Noch vor dem Vorliegen des Endergebnisses gestand inzwischen der Zürcher SVP-Parteipräsident Peter Good die Niederlage seiner Partei ein. Es sei "nicht gelungen, die bürgerlichen Kräfte zu bündeln".

Bedauern

Mit "ausserordentlichem Bedauern" nehme er den Verlust des zweiten SVP-Sitzes in der Zürcher Regierung zur Kenntnis, sagte Good der sda. Damit sei in den nächsten Jahren vom Zürcher Regierungsrat eine linkere Politik zu erwarten. Der Kanton Zürich verfüge erstmals in seiner Geschichte "über einen linken Regierungsrat", sagte Good.

Jetzt blicke die SVP auf die Erneuerungswahl im 2007. Man wolle dann den 2. Sitz wieder zurückholen. Als stärkste Partei mit rund 30 Prozent Stimmenanteil wolle die SVP im Kanton Zürich Regierungsverantwortung übernehmen. Man werde sich nicht mit einer Oppositionsrolle begnügen.

Hocherfreut

CVP-Parteipräsident Markus Arnold zeigte sich gegenüber der sda hoch erfreut über den Sieg seiner Partei. Hans Hollenstein habe sich in beiden Wahlkämpfen als der klar besser qualifizierte Kandidat erwiesen.

Mit seinen liberal-sozialen Positionen sei er für die Linke, aber auch weit ins Lager der FDP hinein wählbar gewesen. Es sei der SVP nicht gelungen, Hollenstein mit dem Etikett des Linken zu versehen. Diese Masche habe nicht funktioniert.

(bsk/sda)

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