CVP will «Heiratsstrafe» abschaffen
publiziert: Samstag, 7. Mai 2011 / 12:03 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Mai 2011 / 15:05 Uhr
CVP-Präsident Christophe Darbellay.
CVP-Präsident Christophe Darbellay.

Chur - Die CVP will die Ehe stärken und Familien finanziell entlasten. An der Delegiertenversammlung in Chur lancierte die Partei am Samstag ihre beiden Familieninitiativen. Die CVP verspricht sich vom Engagement auch eine Profilierung im Wahljahr.

Das Schweizer Satiremagazin. Mit uns haben Sie gut lachen.
7 Meldungen im Zusammenhang
Die Bedingungen für Mittelstands-Familien seien «inakzeptabel», sagte Parteipräsident Christophe Darbellay. Die finanzielle Belastung würde immer weiter steigen, das Lohnniveau aber stagnieren.

Mit der Initiative «Für Ehe und Familie - gegen die Heiratsstrafe» wollen die Christlichdemokraten finanzielle Benachteiligungen von Ehepaaren gegenüber Konkubinatspaaren aufheben, namentlich bei Steuern und AHV-Renten.

Verheiratete werden heute wegen der Progression stärker besteuert als Konkubinatspaare. Auch bekommen sie im Rentenalter weniger AHV: Ein Ehepaar mit Anspruch auf die höchste Rentenstufe bekommt anderthalb Maximalrenten ausbezahlt, ein Konkubinatspaar deren zwei. Die CVP spricht von einer doppelten Benachteiligung der Ehepaare, die endlich aufhören müsse.

Steuergerechtigkeit für Familien

Die zweite Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» will Kinder- und Ausbildungszulagen auf allen Staatsebenen von der Steuer befreien. Die jetzige Regelung widerspreche dem Grundsatz der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.

«Es ist eine krasse Ungerechtigkeit, wenn ein Vater mehr Steuern bezahlen muss, als sein alleinstehender Kollege», sagte Darbellay. Die Höhe der Steuerausfälle, die Bund und Kantone bei Annahme der Initiative verbuchen müssten, beziffert die CVP auf rund 900 Millionen Franken.

Dritte CVP-Initiative in 100 Jahren

Die Delegierten sprachen sich einstimmig und ohne Diskussion für beide Initiativen aus. Die CVP hat bis Anfang November 2012 Zeit, zwei Mal 100'000 Unterschriften zu sammeln.

Mehrere Redner sprachen vor den über 100 Delegierten und dutzenden Mitgliedern der Jungen CVP von einem historischem Moment für die Partei. In der knapp hundertjährigen Geschichte der CVP sei es erst das dritte Mal, das die Partei eine Initiative lanciere, erklärte der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister.

Pfister, Parteipräsident Darbellay und Bundesrätin Doris Leuthard versuchten ihre Parteikollegen zu motivieren, sich von den jüngsten Rückschlägen bei Kantonswahlen und Umfragewerten nicht entmutigen zu lassen und für Initiativen und Wahlkampf auf die Strasse zu gehen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die steuerliche Benachteiligung von gewissen verheirateten Ehepaaren gegenüber Paaren im Konkubinat soll beseitigt ... mehr lesen 1
Beseitigung der Heiratsstrafe bringt Milliardenausfall.
Olten - Die EDU unterstützt die beiden Familieninitiativen der CVP und die Einwanderungsinitiative der SVP. Die Delegierten haben sich am Samstag an ihrer Versammlung in Olten zudem mit dem starken Franken beschäftigt. mehr lesen 
Wahlen 2011 Chur/Luzern - Die beiden Bundesratsparteien FDP und CVP halten heute Samstag Delegiertenversammlungen ab. Die ... mehr lesen
Die FDP muss sich was überlegen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - CVP-Fraktionschef Urs Schwaller spricht sich in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» für die Idee einer grossen neuen Mitte aus. «Ohne ... mehr lesen
Urs Schwaller (CVP, Freiburg)
Die Kinder- und Ausbildungszulagen sollen zudem von den Steuern befreit werden.
Baden AG - Die CVP Schweiz will im Wahljahr zwei eidgenössische Volksinitiativen zur Stärkung der Familien lancieren. Die ... mehr lesen 1
Das Schweizer Satiremagazin. Mit uns haben Sie gut lachen.
Nationalbankpräsident Thomas Jordan
Nationalbankpräsident Thomas Jordan
Ustertag  Uster ZH - Nationalbankpräsident Thomas Jordan hat in seiner Rede zum Ustertag, einer Gedenkveranstaltung in Uster ZH, vor «gutgemeinten Verbesserungsvorschlägen» in der Geldordnung gewarnt. Aktuelles Beispiel: die Goldinitiative, die er als «unnötig und gefährlich» bezeichnete. 
Sonntagspresse meldet Rückhalt für Bersets Rentenreform-Paket Bern - Ein Placet vom Volk für die Reformvorschläge des Bundesrats zur Altersvorsorge, ein ...
Vergangene Woche hat Innenminister Alain Berset das Reformpaket zur Altersvorsorge vorgestellt.
500 Soforthilfe-Gesuche von Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen Bern - 500 Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen haben den Bund bereits um ...
Zuerst kommen Personen zum Zug, die gesundheitlich angeschlagen oder in einer finanziellen Notlage sind. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1521
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • JasonBond aus Strengelbach 4115
    Nein Nein Nein Bei der Ecopop bin ich nicht so sicher, da könnten die Umfragen wie ... Do, 20.11.14 14:03
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 7°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 3°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C nebelig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 7°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten